Schlötterer schwärmt von Strauß
Parkstein organisiert Konzertabend "Musikalische Familienbande

Christine Melchner, die zweite Vorsitzende des Heimatvereins Parkstein, musikalischer Leiter Karl-Heinz Kuhl, Bürgermeisterin Tanja Schiffmann und Museumsleiterin Susanne Moldaschl (von links) stellten die Pläne für das Konzert mit dem Titel "Musikalische Familienbande" vor. Bild: bey
Kultur
Parkstein
02.04.2016
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"Musikalische Familienbande" lautet die Überschrift über dem zweiten klassischen Musikabend im Festsaal mit Werken des Parksteiner Komponisten Franz Strauß. Es ist die Fortsetzung der "Weltpremiere für ein Liebeslied" aus dem Vorjahr.

Kurze Lesungen aus Briefen von Franz Strauß an den berühmten Sohn Richard Strauss zwischen den Musikstücken zeigen die ungewöhnliche Vater-Sohn-Beziehung auf und geben Einblicke in einen starken Familienverbund. Dies habe sich 2015 unmittelbar nach der Ansprache von Musikwissenschaftler Dr. Reinhold Schlötterer ergeben, sagte Museumsleiterin Susanne Moldaschl.

Das Vater-Sohn-Thema beherrsche deshalb auch die Musik des Abends, ergänzte Musiklehrer Karl-Heinz Kuhl. Bürgermeisterin Tanja Schiffmann sieht die Fortsetzung der Konzertreihe positiv, weil damit der Parksteiner Komponist Franz Strauß geehrt werde, der den Grundstein für eine bis jetzt andauernde Tradition gelegt habe. Im Programm wird ein Querschnitt seiner Werke zu hören sein, ebenso wie Stücke weiterer zeitgenössischer Künstler, vorrangig von Max Reger. Schlötterer wird aus den Briefen von Franz Strauß lesen und diese fachkundig kommentieren.

Künstler aus der Region


Das Programm bestreiten ausschließlich Mitwirkende aus der Region, etwa die Sopranistinnen Annika und Antonia Krämer, die von Laura und Hannah Schieder sowie Karl-Heinz Kuhl am Klavier begleitet werden. Zum ersten Mal sind Sebastian Kuhl (Klavier), Stefan Schmalzl (Euphonium) und Johanna Luther (Violine) dabei. Ein Bläserensemble der Jugendblaskapelle Parkstein rundet die Veranstaltung ab.

Zum Schluss gibt es wieder ein besonderes Schmankerl: Eine böhmische Polka, deren Noten Franz Steiner in einer alten Kiste gefunden hat, erlebt ihre Uraufführung. Doch das ist nicht das Besondere daran. Der Urhebervermerk auf dem Notenblatt heißt "von Strauss" und lässt die Frage offen, welcher Komponist sich dahinter verewigt hat. Theoretisch verstecken sich laut Kuhl vier bekannte Komponisten hinter diesem Namen.

Eintrittskarten gibt es ab sofort für 7 Euro im Vorverkauf oder für 9 Euro an der Abendkasse. Näheres unter www.vulkanerlebnis-parkstein.de.
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