Annette Erös berichtet Grundschülern über das Alltagsleben im gebeutelten Afghanistan
"Minen-Kunde" als wichtigstes Schulfach

Lokales
Parkstein
30.06.2015
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Mit dem Bus zum Unterricht fahren, von den Eltern im Auto zur Schule gebracht oder zu Fuß bestens von Mama oder Papa gehütet in die Schule zu gehen, ist für Kinder in Afghanistan ein unerfüllter Gedanke. Annette Erös berichtete den Grundschülern aus dem Alltag ihrer Altersgenossen in Afghanistan.

Der Bericht von Annette Erös sei bestens geeignet zu sehen, wie gut es den Menschen in der Bundesrepublik gehe, sagte Rektor Armin Aichinger. "Was hier als Selbstverständlichkeit hingenommen wird, ist in Afghanistan völlig fremd."

Erös war mit ihrer Familie von 1986 bis 1990 in Peschawar. Sie sprach von einem Land der Extreme mit Temperaturunterschieden von 50 Grad minus zu 50 Grad plus. Mit Bildern verdeutlichte die Referentin, dass selbst das Wasserholen eine schwere Aufgabe sei. Auf dem Kopf werden die Wasserbehälter kilometerweit getragen. "Das Leben in Afghanistan ist mühsam", fasste Erös zusammen.

Dazu komme die ständige Angst vor Krieg und Zerstörung. "Minen-Kunde" sei das wichtigste Fach in der Schule, erklärte die Rednerin. Drastisch zeigte sie dies mit Bildern von Buben ohne Hände. Die Einrichtung "Kinderhilfe Afghanistan" kümmere sich jetzt 15 Jahren um den Bau von Schulen. Die Menschen am Himalaya nähmen diese Hilfe dankend angenommen, schloss Erös.
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