Anträge für und gegen Baum

Lokales
Parkstein
18.11.2014
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"Der Baum bleibt stehen", forderte Georg Burkhard im Marktrat. Hilfe bei der Entscheidung erhoffen sich die Gemeindeväter von der Unteren Naturschutzbehörde.

Der Marktrat hat mit 13:2 Stimmen den geänderten Bebauungsplan "Gewerbegebiet Ost II" beschlossen. Vorausgegangen waren die Einzelentscheidungen zu den Einwendungen mehrerer Bürger aus einem benachbarten Wohngebiet.

Architekt Josef Schöberl erläuterte, dass der Schallschutz ausreichend sei. Damit wies der Marktrat die Einwendungen zweier Privatleute zurück, die neben dem Lärm auch gegen die Ausweisung von Ausgleichsflächen außerhalb des Marktes votiert hatten. Schöberl merkte an, dass die Kommune selbst Ausgleichsflächen außerhalb seiner Grenzen bei eigenen Vorhaben bereitgestellt habe.

Nein zu Bürgerversammlung

Eine erneute Absage mit 11:4 Stimmen erteilte der Rat einer geforderten Bürgerversammlung und der Änderung einer ohnehin nicht vorhandenen Gemeindesatzung. Mit dem gleichen Stimmenergebnis erkannte das Gremium an, dass intensive Eingrünungsmaßnahmen im Bebauungsplan enthalten sind, deren Verwirklichung zum Teil bereits begonnen habe.

Einstimmig akzeptierte der Rat den Antrag der Jungen Union, künftig nach einem Monat die Protokolle der öffentlichen Sitzungen auf der Homepage zu veröffentlichen.

Der Antrag über die Fällung eines Baums am Drosselweg wurde bis zur Besichtigung durch eine Mitarbeiterin der Unteren Naturschutzbehörde zurückgestellt. Im Rathaus liegen mittlerweile auch Anträge, den Baum stehen zu lassen.

Georg Burkhard nannte die Beratung durch die Untere Naturschutzbehörde einen guten Vorschlag, die Forderung, den Baum zu fällen, bezeichnete er als Frechheit. "Der Baum bleibt stehen", ist er überzeugt. Sonst gebe es im Markt 20 oder 30 vergleichbare Fälle, befürchtet der Marktrat.

Der Markt beteiligt sich wieder an der Ferienfreizeit "Learning Campus". Nach den Worten von Bürgermeisterin Tanja Schiffmann haben sich in diesem Sommer 40 Kinder beteiligt. Für die Kommune entstanden Kosten von 2640 Euro. Eine Konkurrenz zum eigenen Kinderferienprogramm sei nicht zu erkennen.

Uralter Bebauungsplan

Einstimmig beschloss der Marktrat die Aufhebung des über 40 Jahre alten Bebauungsplanes "Lohäcker" in der Hammerleser Flur. Dessen Existenz war gar nicht mehr bekannt und wurde vor einiger Zeit erst wieder durch einen Bauantrag in diesem Bereich publik. Architekt Schöberl nannte die damaligen Beweggründe für den Bebauungsplan nicht mehr nachvollziehbar.
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