Bäume und Parkplätze weg

Die blühenden Apfelbäume im Garten vor dem Landrichterschloss gehören wohl bald der Vergangenheit an. Die Planung für eine neue Ortsmitte sieht sie nicht vor. Bild: bey
Lokales
Parkstein
13.05.2015
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Mit der Neugestaltung des Areals vor dem Landrichterschloss und am Benefiziums soll Parkstein eine "neue Mitte" erhalten. Die Pläne des Architekturbüros Juretzka gefielen den Markträten. Allerdings sollen dann auch einige Bäume verschwinden.

Die jetzt noch zu bewundernde Apfelbaumblüte gehört bald der Vergangenheit an. Ingenieur Mirko Pertl vom Büro Juretzka stellte den Fraktionen Einzelheiten vor, die weitgehend den Vorstellungen der Lenkungsgruppe des Marktes entsprechen. Ausdrücklich sind darin zwei Sichtachsen vom Marktplatz zum Landrichterschloss enthalten. Der bisherige Zugang zum Benefizium soll ebenerdig werden. Das bedeutet die Verlängerung des Treppenaufgangs aus dem Rathaussaal.

Der künftige Zugang an der Stirnseite des Benefiziums wird behindertengerecht gestaltet. Die "neue Mitte" soll auch einen Brunnen bekommen. Die bisherige Einfriedung des Gartens entlang des Marktplatzes wird komplett neu gestaltet. Direkt davor soll ein Parkplatz entstehen, den Boller von der Straßenfläche abtrennen.

Diese Parkfläche ist vor allem für Busse gedacht. Die Beleuchtung des Areals soll im Wesentlichen mit Bodenstrahlern erfolgen. Der bisherige Garten wird umgestaltet, so dass auch stufenförmig Biertischgarnituren aufgestellt werden können.

Damit gehen einige Parkplätze verloren. Das gefällt Martin Bodenmeier (Freie Wähler) überhaupt nicht. Die Kosten für die Neugestaltung belaufen sich auf 367 800 Euro. Das ist mehr als geplant, räumte Pertl ein. Dies sei der Aufwertung des Benefiziums, dem Fußweg vom Marktplatz zum "Vulkanerlebnis", dem Denkmalschutzamt und der Umgestaltung des Obstgartens als Veranstaltungsfläche geschuldet.

Aufträge vergeben

Einstimmig vergab der Marktrat den Planungsauftrag für die Erschließung des Baugebietes "West" an das Ingenieurbüro Münchmeier & Eigner aus Erbendorf für 37 300 Euro. Die Schutzmaßnahmen am Gemeindeweiher zur Sicherung des Dammes kommen auf 20 000 Euro.

Einstimmig befürwortete der Marktrat die Erweiterung der Außenspielflächen für das Kinderhaus St. Pankratius durch Einbeziehung des Spielplatzes an der Bergstraße. Dieses Areal soll zunächst eingezäunt werden, bei Bedarf werden Spielgeräte gekauft. Dies wäre nach Ansicht Bodenmeiers bereits jetzt eine spürbare Aufwertung des Platzes. Sollten die Geräte nach der Planung zur Verkehrsberuhigung in der Bergstraße nicht mehr benötigt werden, könnten sie abgebaut werden. Mario Piller sieht in der Nutzung des gemeindlichen Spielplatzes durch den Kindergarten ebenfalls kein Problem. Berthold Kellner (SPD) machte drauf aufmerksam, dass nach neuesten Richtlinien jedem Kind ohnehin eine Freifläche von 20 Quadratmetern zur Verfügung stehen müsste. Die Kosten für die Einfriedung belaufen sich auf 4000 bis 7500 Euro.
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