Baugebiet heiß diskutiert

Zur Info-Veranstaltung kamen viele Zuhörer. Anwesend waren auch Bürgermeisterin Tanja Schiffmann (rechts), Geschäftsleiter Matthias Kneidel, Planer Josef Schöberl und 2. Bürgermeisterin Lydia Ebneth. Bild: bey
Lokales
Parkstein
03.07.2015
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Für das Baugebiet "WA West" gibt es zwei verschiedene Varianten. Die Meinung, welche die bessere ist, gehen auseinander.

Bürgemeisterin Tanja Schiffmann hatte mit einer Patt-Entscheidung ihre Vorstellung durchgesetzt, das geplante Baugebiet "WA West" mit einer Verbindung von der Schwander Straße zur Kreisstraße NEW 24 Richtung Hammerles zu durchqueren. In einer Informationsveranstaltung für Anlieger und Bürger im Steinstadel klang jedenfalls immer wieder durch, dass für eine mögliche Änderung "die Türe nicht zugeschlagen ist".

"Rennstrecke" im Baugebiet

Schiffmann berichtete, dass aufgrund eines Presseartikels bereits erste Einwände kamen. Darin wird kritisiert, dass ein Baugebiet ausgewiesen werden soll, obwohl es im Ort zahlreiche bebaubare Grundstücke gibt. Eine Forderung lautete, mit dem Flächenverbrauch sinnvoll umzugehen. Die Verbindungsstraße im geplanten Baugebiet wurde als "Rennstrecke" bezeichnet. Die Bürgermeisterin räumte ein, "dass Erkenntnisse gewonnen werden könnten, die geeignet seien, ursprüngliche Planungsabsichten nicht weiterzuverfolgen". Die öffentliche Auslegung der Planunterlagen beginnt heute. Bis Donnerstag, 30. Juli, können Bürger Einwände vorbringen.

Josef Schöberl, Ex-CSU-Marktrat und Planer des Baugebietes, zeigte einen Bebauungsplan-Entwurf aus dem Jahr 2003, der damals parallel zum Baugebiet "Schutzengel" erstellt, aber dann nicht weiterverfolgt wurde. Schöberl stellte die aufgrund der Patt-Entscheidung bevorzugte "Variante B" mit der direkten Verbindung von der Schwander Straße zur Kreisstraße NEW 24 vor. Der Planer lobte das Baugebiet als städtebaulich "top", hob die Eingrünung nach Westen hervor und legte Wert auf die Feststellung, dass eine viermalige fußläufige Verbindung in den Ort vorhanden sein werde. Schöberl wies auch auf das "erhaltenswerte" Biotop nahe der Pressather Straße hin. Er sagte außerdem: "Eine Rennstrecke im Baugebiet gibt es nicht."

"Fadenscheiniger" Grund

Ein Zuhörer fragte, warum von der "Variante A" Abstand genommen wurde. Schiffmann begründete das mit dem erst später möglich gewordenen Grunderwerb und dem Hinweis auf das Biotop. "Wir können das nicht einfach wegmachen." Ein anderer Zuhörer bezeichnete die Begründung mit dem Biotop als "fadenscheinig, fast lächerlich". Besonders, wenn die Bepflanzung des geplanten Baugebietes durch den Markt als Vergleich genommen werde. Marktrat Martin Bodenmeier fragte Planer Josef Schöberl nach dessen Präferenz für die bessere: Schöberl machte bereits in der Sitzung am 27. April kein Hehl daraus, dass er "Variante A" bevorzugt. Ein weiterer Zuhörer schlug vor, die beiden Varianten zu verbinden und damit dem Baugebiet die Verbindungen zur Pressather und Schwander Straße sowie zur Kreisstraße NEW 24 zu geben.
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