Bürgermeisterin lässt nichtöffentlich abstimmen - Ehemaliges Rathaus wird saniert
Neues Fahrzeug für Bauhof

Lokales
Parkstein
13.08.2015
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In einer Kampfabstimmung beschlossen die Märkträte mit 7:6 den Kauf eines Mehrzweckfahrzeuges vom Typ Fendt 208 VA (Preis 116 025 Euro) einschließlich umfangreichen Zubehörs für Schneeräumen, Mähen, Streuen und Grasfang. Die CSU-Fraktion, einschließlich Bürgermeisterin Tanja Schiffmann, stimmte für den Fahrzeugtyp, die Markträte der Freien Wähler und der SPD hätten als Ersatzfahrzeug den Typ Holder bevorzugt.

Knappes Ergebnis

Der Tagesordnungspunkt "Ankauf eines Mehrzweckfahrzeuges für den Bauhof" begann aber zuerst mit einer Überraschung. Zur Verwunderung der SPD und Freien Wähler stellte Bürgermeisterin Schiffmann den Antrag, diesen Punkt nicht öffentlich zu behandeln. Die Gründe dafür nannte die Bürgermeisterin nicht, auch die Abstimmung über den Antrag zur Geschäftsordnung verlegte sie in den nichtöffentlichen Teil.

Nach Wiederherstellung der Öffentlichkeit plädierte CSU-Sprecher Georg Burkhard unter Schilderung aller Vorzüge von Technik und Ausstattung für das Mehrzweckfahrzeug Typ Fendt. Martin Bodenmeier hatte in Gesprächen mit den Bauhofmitarbeitern erfahren, dass diese dem Typ Holder den Vorzug gäben. Berthold Kellner, gelernter Landmaschinenmechaniker, nannte Fendt eine "Premiummarke". Johannes Kick räumte ein, dass die Firma Fendt gute Schlepper habe, stellte aber gleichzeitig die Frage, ob dies auch bei den Mehrzweckfahrzeugen gelte. In jedem Fall solle aber nicht über die Wünsche der Bauhofmitarbeiter hinweg entschieden werden, meinte Johannes Kick.

Letztlich entschied der Gemeinderat mit 7:6 Stimmen, ohne den persönlich beteiligten Josef Scheidler (Geschäftsführer bei der BayWa Erbendorf) und dem fehlenden Josef Burkhard das Mehrzweckfahrzeug Typ Fendt bei der BayWa Erbendorf zu kaufen, die für das Altgerät noch 9 500 Euro bezahlen wird.

Mitten im Hochsommer bekam der Marktrat einen Vorgeschmack auf den Winter. Die Firma Schieder als ausführendes Unternehmen für Teile des Winterdienstes hatte eine Erhöhung des Stundensatzes an Sonn- und Feiertagen von 80 auf 95 Euro beantragt. Der Stundensatz von 80 Euro an Werktagen soll unverändert bleiben, äußerte sich die Firma. Dieser Stundensatz werde seit dem Winter 2011/2012 in Rechnung gestellt. Die gewünschte Erhöhung für Sonn- und Feiertage begründete die Firma mit der Entwicklung der Lohnkosten. Die Markträte stimmten einmütig zu.

Entlang der Hauswand des neuen Marktcafés möchten die Betreiber Stühle, die mit einer Sitzbank verbunden sind, aufstellen. Der Marktrat stimmte diesem Wunsch zu, befristet auf zwei Jahre.

Schalltechnisches Gutachten

Für die Sanierung des ehemaligen Rathauses, jetzt Benefizium, dem Untergeschoss und dem ehemaligen Feuerwehrgebäude erteilte das Gremium das baurechtliche Einvernehmen. Außerdem vergab es für die Errichtung eines Steinschlagschutzzaunes an der Basaltwand im Bereich des "Bergstüberls" den Auftrag. Die Kosten belaufen sich auf 41 300 Euro. Ebenso einstimmig erteilte der Marktgemeinderat das baurechtliche Einvernehmen zum Bau eines Dacherkers und eines Balkons am bestehenden Wohnhaus Theile 1.

Ein Fachingenieur für technischen Umweltschutz des Landratsamtes plädierte für die Erstellung eines schalltechnischen Gutachtens, um die Lärmbeeinträchtigungen durch die Kreisstraßen NEW 2 und NEW 24 zu ermitteln. Dieses Anliegen trug er vor, als es um den Bebauungsplan "WA West" ging. Der Marktgemeinderat vergab den Auftrag für 2 000 Euro an ein Fachbüro.
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