"Dinge in die Hand nehmen"

Auf fünf politische Jahrzehnte blickte die Junge Union bei ihrer Jubiläumsfeier zurück. Von links: Ehrenvorsitzender Hans Schäfer, FU-Vorsitzende Lydia Ebneth, Florian Baumgart (10 Jahre Mitgliedschaft), Bürgermeisterin Tanja Schiffmann, Ehrenvorsitzender Nicolas Götz, Markus Schöberl (10 Jahre), Kreisvorsitzender Stephan Oetzinger, Ortsvorsitzender Michael Gleißner, Erik Schiffmann und der frühere Kreisvorsitzende Heinz Götz. Bild: bgm
Lokales
Parkstein
12.11.2014
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50 Jahre Junge Union Parkstein. An den Ruhestand denkt keiner. Bei der Jubiläumsversammlung wurde sogar ein zweiter Ehrenvorsitzender ernannt.

"Zeit für Politik zu finden, ist für viele junge Leute schwierig", sagte JU-Vorsitzender Michael Gleißner. "Manche sehen es als Hobby, andere als Karrieresprungbrett, aber die meisten machen es Gott sei Dank doch immer wieder aus Verantwortung und Überzeugung, die Welt verbessern zu wollen. Deshalb sind wir froh um jeden, der sich auch nur kurze Zeit aktiv einbringt."

Und in 50 Jahren haben sich da so einige JU-Mitglieder eingebracht. Seit 1966 stellt die CSU in Parkstein den Bürgermeister. Allen Gemeindechefs gemein sei, dass sie ihre Wurzeln in der JU haben. Auch den Sprung in den Gemeinderat haben Kandidaten der CSU-Nachwuchsorganisation regelmäßig geschafft.

Ökologie ein Thema

Gleißner und Erik Schiffmann blickten mit einer Bilderschau auf die vergangen fünf Jahrzehnte zurück. In den 80er- Jahren stand das Thema Ökologie ganz oben auf der Agenda. Die JU organisierte Umweltaktionen, einen Vortrag über nachwachsende Rohstoffe, eine Öko-Ausstellung im Rathaussaal bis hin zu einem politischen Bio-Frühstück. Die "grüne Welle" ging sogar soweit, dass sich der damalige Orts-Geschäftsführer bei der CSU-Geschäftsstelle in Weiden schriftlich beschwerte. Der Grund: Die CSU-Zentrale solle doch bitte auf Umweltpapier drucken. Neben solchen kontroversen Themen blieb auch Zeit für Spaß an gemeinsamen Aktionen.

Faschingsfeiern, Spielenachmittage für Kinder in den Ferien, Radtouren und die legendären Feste am Burkhard-Weiher in der Oed stärkten den Zusammenhalt der jungen "Schwarzen". 1999 weihten sie ein Beachvolleyballfeld ein und seit 2001 gibt es ein jährliches Preiswatten, das heuer schon zum 14. Mal stattfand. 2003 kam der erste JU-Kalender heraus. Großen Anteil an den vielfältigen Aktivitäten hatte einer, der den Ortsverband über zwölf Jahre als Vorsitzender leitete und der dafür zum Ehrenvorsitzenden ernannt wurde.

Ehre für Nicolas Götz

Nicolas Götz ist neben dem früheren Bürgermeister Hans Schäfer jetzt der Zweite, der diesen Titel führen darf. "Du hast sehr, sehr viel für die JU gemacht. Auch nach deinem Ausscheiden bist du uns immer mit Rat und Tat zur Seite gestanden", betonte Gleißner. Für zehnjährige Mitgliedschaft ehrte der Ortsvorsitzende Florian Baumgart und Markus Schöberl. 20 Jahre ist Tatjana Przetak dabei. "Sich einbringen, die Initiative ergreifen, die Dinge in die Hand nehmen und Probleme selber lösen - so kann man die Arbeit der JU beschreiben", sagte Bürgermeisterin Tanja Schiffmann, die sich auch an ihre eigene Zeit in der JU erinnerte: "Es hat immer Spaß gemacht, ich möchte diese Zeit nicht missen.

Und JU-Kreisvorsitzender Stephan Oetzinger war sich sicher: "Diese 50 Jahre waren nicht nur für die JU, sondern auch für die CSU und die Marktgemeinde gute Jahre."
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