Dr. Ebo Rau gibt Tipps zum Umgang mit einer Krebsdiagnose - Selbstheilungskräfte aktivieren
Schulmedizin und die Kraft der Gedanken

Auf Einladung von Frauen-Unions-Vorsitzender Lydia Ebneth (Dritte von rechts) war Dr. Ebo Rau nach Parkstein gekommen. Auch Sieglinde Schärtl (rechts) hörte sich mit einer Gruppe von Mamazone Oberpfalz den Vortrag an. Bild: bgm
Lokales
Parkstein
29.10.2015
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"Er hat mir unheimlich geholfen, als ich krank war", sagte Sieglinde Schärtl, Regionalleiterin von Mamazone Oberpfalz über Dr. Ebo Rau. Der Allgemeinmediziner, der 1998 selbst an Bauchspeicheldrüsenkrebs erkrankt war und infolgedessen seine Praxis aufgab, sprach im SV-Sportheim auf Einladung der Frauen-Union (FU) über die Selbstheilungskräfte.

Die Organisatoren um Ortsvorsitzende Lydia Ebneth mussten noch zusätzliche Stühle herbeischaffen, um allen Interessierten - darunter viele Auswärtige und Betroffene - einen Sitzplatz bieten zu können. Rau erinnert sich an seine niederschmetternde Diagnose: Bauchspeicheldrüsenkrebs im fortgeschrittenen Stadium. "Der Befund ist ja furchtbar. Wir müssen den Patienten sofort informieren", habe er zu seiner Sprechstundenhilfe gesagt, die ihm wortlos den Laborzettel gereicht hatte.

Erst dann habe er gemerkt, dass es sein eigener Befund war. Sein erster Ratschlag: die Diagnose der Ärzte annehmen und akzeptieren. Das gelte allerdings nicht für die Prognose. "Hätte ich damals dem Arzt geglaubt, wäre ich heute nicht mehr hier", sagte der Mediziner, der sich seit 2006 im Vorstand der Gesellschaft für Biologische Krebsabwehr ( GfBK) engagiert. Um mit der Krankheit zurechtzukommen, könne es helfen, "tief in sich hineinzuhören" und alle negativen Gedanken in einem Tagebuch festzuhalten. Das alleine helfe natürlich nicht. Der Referent ermutigt die Krebspatienten, ihren Ärzten voll zu vertrauen. Zu den Behandlungen der Schulmedizin gäbe es keine Alternativen, nur ergänzende Therapien.

Da komme zum Beispiel autogenes Training in Betracht. "Mit unseren Gedanken können wir alles bewegen", meinte Rau. Positives Denken, Gelassenheit und Lebensfreude könnten helfen gesund zu bleiben. "Das hat nichts mit Heilern zu tun", sagte Ebneth nach dem Vortrag. "Er hat dazu aufgefordert, über das eigene Leben nachzudenken und gibt Impulse, um Selbstheilungskräfte zu aktivieren", stellte die FU-Vorsitzende fest. "Er hat alle Zuhörer fasziniert." Auch Schärtl ist von dem in Amberg lebenden Mediziner überzeugt: "Er verbindet die Schulmedizin so gut mit der Natur - das muss einfach zusammenspielen."
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