Für Verkehr soll es rund gehen

Verkehrsexperte Helmuth Ammerl leitete aus Statistiken und Vorschlägen einer Arbeitsgruppe den Bau von mehreren Kreisverkehren in Parkstein ab. Bild: bey
Lokales
Parkstein
11.11.2015
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Die Chancen für einen Kreisverkehr an der "Schutzengel"-Kreuzung stehen gar nicht schlecht. Zumindest wenn es nach Helmuth Ammerl geht. Der Fachmann vom Büro Obermeyer zeigte den Markträten am Montag, wie es funktionieren könnte.

Ammerl stellte einen Kreisverkehr mit 26 Metern Durchmesser und einer überfahrbaren Mittelinsel vor. Allerdings müsste der Markt Parkstein dafür 120 000 bis 150 000 Euro investieren und sich wegen dieser Lösung mit dem Straßenbaulastträger, dem Landkreis Neustadt, einigen.

Eine Ampel lehnt der Experte ab. Falls nämlich Schülern das Umschalten auf Grün zu lange dauere, würden sie auch so loslaufen, meinte Ammerl. Gleichzeitig würde ein Dauergrünlicht die Autofahrer anregen, schneller zu fahren, um noch vor Rot durchzukommen. Ein Kreisverkehr würde die Verkehrsteilnehmer hingegen automatisch bremsen.

Ammerl hatte in das Verkehrskonzept für den Markt die Ergebnisse der ISEK-Gruppe "Ortsentwicklung" eingearbeitet. Es schließt die Ortseingangsituation, den Marktplatz und den Besucherverkehr am Basaltkegel mit ein. Jede Einzelmaßnahme sei nur in Zusammenhang mit dem Gesamtkonzept zu sehen, mahnte der Planer.

Für den Bereich Basaltkegel hat das Büro Obermeyer durchschnittlich 250 Besucher pro Tag errechnet, die mit zwei Bussen oder 75 bis 80 Autos anreisen. Bei einer Aufenthaltsdauer von 3,5 bis 4 Stunden ergibt sich für die Gäste mit den eigenen Fahrzeugen ein Parkplatzbedarf von 35 bis 40 Stellplätzen. Für den Marktplatz schlägt Ammerl einen "verkehrsberuhigten Geschäftsbereich" mit Tempolimit 20 und Parken nur auf ausgewiesenen Flächen vor. Im Bereich der Weidener Straße und in Höhe des Haupteinganges der Firma Witron sieht das Konzept weitere Kreisverkehre vor. Dies jedoch erst, wenn die Erweiterung des Unternehmens abgeschlossen ist.

In den ISEK-Gruppen muss nach den Worten Ammerls jetzt eine Prioritätenliste für eine Umsetzung erstellt werden. Erneut erteilte er dem Bau einer Umgehung eine Absage. Kosten und Nutzen stünden in keinem Verhältnis.
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