Geodätischer Referenzpunkt in Parkstein vorgestellt - GPS-Geräte überprüfbar
Auf den Punkt genau

Den geodätischen Referenzpunkt stellten vor (von links): stellvertretender Landrat Albert Nickl, Bürgermeisterin Tanja Schiffmann, Vermessungsdirektor Anton Hösl, Finanzstaatssekretär Albert Füracker sowie die Landtagsabgeordneten Tobias Reiß und Annette Karl. Bild: Hartl
Lokales
Parkstein
09.06.2015
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Mit dem Begriff geodätischer Referenzpunkt können wohl die wenigsten auf Anhieb etwas anfangen. Auch Albert Füracker gab bei der Vorstellung eines solchen am Montagnachmittag vor dem Vulkanmuseum in Parkstein zu, dass er erst lernen habe müssen, was das bedeute. Mittlerweile hat der Finanzstaatssekretär keine Probleme mehr, wenn er erklären muss, was ein Referenzpunkt ist. Schließlich gibt es davon mittlerweile 29 in Bayern. Die meisten hat Füracker selbst der Öffentlichkeit präsentiert.

Ziel sei es, in jedem bayerischen Landkreis bis Ende 2016 einen Referenzpunkt zu haben. Er helfe, die Genauigkeit von GPS-Daten zu überprüfen. Füracker erklärte es plastisch: "Im Einzelfall können GPS-Daten nicht stimmen. Ein Grund kann der fehlende Kontakt zum Satelliten sein. Ein anderer ein technischer Defekt des Geräts (beispielsweise eines Smartphones, Anm. d. Red.)." Letztere Fehlerquelle soll mit dem Referenzpunkt vermieden werden. Das ist etwa für diejenigen interessant, die ein Navigationssystem nutzen oder als Geocacher unterwegs sind. Geodätische Referenzpunkte gibt es laut Füracker schon länger. Sie wurden bisher hauptsächlich von Fachleuten, etwa Mitarbeitern des Vermessungsamtes, genutzt. Nun sollen sie bayernweit auch der breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Der Politiker sprach auch über die mehr als 50 Navigationssatelliten, die ständig die Erde umkreisen und sie mit einem unsichtbaren Koordinatensystem umspannen.

Die Vermessungsverwaltung entschied sich, den Referenzpunkt für den Landkreis Neustadt in Parkstein zu platzieren. Er wird durch eine Metallplatte mit eingravierten Koordinaten sowie einer Erläuterungstafel gekennzeichnet. Bei der offiziellen Vorstellung sagte Anton Hösl, Leiter des Amtes für Digitalisierung, Breitband und Vermessung: "Der Markt Parkstein liegt für heute im Mittelpunkt des Landkreises."

Der Staatssekretär erläuterte die Gründe für den Standort: "Der Platz konnte kaum besser gewählt werden. Der schönste Basaltkegel Europas zeugt von der Faszination der Geowissenschaften, inmitten des Naturparks Nördlicher Oberpfälzer Wald und des Geoparks Bayern-Böhmen." Touristen und Sportler könnten "sprichwörtlich im Vorbeigehen" ihre GPS-Geräte auf Genauigkeit überprüfen. Über einen auf der Metallplatte angebrachten QR-Code kann die notwendige App heruntergeladen werden.

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Weitere Informationen im Internet:

http://www.vermessung.bayern.de
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