Grenzen ziehen

Leitender Vermessungsdirektor Anton Hösl und Bürgermeisterin Tanja Schiffmann (von links) gratulierten Gerhard Lukas ((Dritter von links) nach seiner Vereidigung zum Amt des Feldgeschworenen. Er ergänzt damit die Riege um Obmann Siegfried Kreuzer, Josef Kastner, Franz Bösl, Ludwig Hösl, Alfons Pschierer, Josef Stöhr und Konrad Schraml (von links). Zweite Bürgermeisterin Lydia Ebneth (rechts) schloss sich den Glückwünschen an. Bild: bey
Lokales
Parkstein
06.12.2014
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Die Aufgabe erfordert profunde Kenntnisse und große Genauigkeit. Ausgewählt werden nur absolut zuverlässige Personen.

Die Riege der Feldgeschworenen ist nach der Vereidigung von Gerhard Lukas wieder komplett. "Siebener" werden sie genannt, weil es - je nach örtlicher Gegebenheit - in der Regel sieben unbescholtene und geachtete Männer waren, die Grenzzeichen einbrachten und Grenzsteine setzten. In dieser Funktion sind die "Siebener" seit über 500 Jahren Teil der kommunalen Verwaltung. Der Markt hat aber mit Beschluss vom 13. Oktober 2014 den Kreis der Feldgeschworenen auf bis zu neun Männer erweitert.

Per Akklamation

Die anwesenden sieben Feldgeschworenen wählten am Donnerstagabend im Sitzungssaal im Landrichterschloss Lukas per Akklamation einstimmig zum neuen Mitglied dieses oftmals geheimnisumwitterten Kreises. Bürgermeisterin Tanja Schiffmann wies in ihrer Ansprache auf die Bedeutung der Feldgeschworenen hin, deren Aufgabe es unter anderem ist, die Vermessung-Behörden bei der Arbeit zu unterstützen. Den bisherigen Feldgeschworenen mit ihrem Obmann Siegfried Kreuzer dankte die Rathauschefin für die bisherige Tätigkeit.

Kreuzer nannte die Grenzsteinsicherung als wichtigste Aufgabe, die nur in Anwesenheit von zwei Personen ausführt werden dürfe. Leitender Vermessungsdirektor Anton Hösl nannte die Tradition der Feldgeschworenen ein Stück "Gewaltenteilung", mit gleicher Bedeutung wie in früheren Jahren. Die Mitwirkung der Bürger sei ein Modell lebendiger und bürgernaher Verwaltung.

Ein Leben lang

Die Wichtigkeit der Tätigkeit der Feldgeschworenen ergebe sich aus einer Vielzahl von gesetzlichen Vorschriften, mit denen schwierige Aufgaben geregelt würden. Feldgeschworener zu sein, bedeute, diese Aufgabe ein Leben lang auszuüben.
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