Große Worte für große Taten

Viele Gäste waren zu der Feierstunde gekommen und lauschten der Ansprache von Pater Dr. Johannes Pausch. Bild: bey
Lokales
Parkstein
08.06.2015
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Als richtungsweisende Vorhaben bezeichneten die vielen Redner den neuen Bauhof und das Feuerwehrhaus. Beide Gebäude sowie das neue Tanklöschfahrzeug TLF 3000 wurden am Sonntag offiziell ihrer Bestimmung übergeben.

Pater Dr. Johannes Pausch bezeichnete die Mitglieder der Feuerwehr als moderne Samariter, deren Tätigkeit sich nicht auf den Brandfall beschränke, sondern vermehrt auf Hilfeleistungen erweitert werde. "Neben dem Verstand braucht es die Hilfsbereitschaft, eine hohe technische Ausrüstung und eine ebensolche menschliche Motivation. Das Engagement der Wehrmitglieder geht über das normale Maß hinaus", sagte Pausch. Freiwilliger Dienst bedeute nicht "Dienst nach Vorschrift", sondern verkörpere die Bereitschaft, aus freien Stücken mehr zu tun, als normalerweise üblich sei. Der Tag der Einweihung der Gebäude sei mit großer Freude verbunden, weil ein gewaltiges Werk geschaffen wurde. Mit stürmischem Beifall dankten die Gäste für die beeindruckende Ansprache.

Pfarrer Pennoraj Thamarkkan zollte den Wehrmitgliedern großen Respekt für ihr ehrenamtliches Engagement und die Bereitschaft, ihre Freizeit und Energie für andere einzubringen. Die Gratulation des Parksteiner Geistlichen galt auch der Jugendfeuerwehr zum 50-jährigen Jubiläum. Glück- und Segenswünsche gingen auch an Pater Pausch zum 40-jährigen Priesterjubiläum. Gemeinsam segneten Pausch, Thamarkkan und Pfarrer Manuel Sauer die beiden Projekte und das Tanklöschfahrzeug.

Landrat Andreas Meier sprach von einem Freudentag. "Es ist selten, dass Bauvorhaben und ein Feuerwehrfahrzeug gleichzeitig gesegnet werden." Der Dank des Landrates ging an den Markt Parkstein, der den finanziellen Aufwand getragen hat. Der Feuerwehrdienst heutzutage brauche die bestmögliche Ausstattung. Deshalb handle es sich bei den Gerätschaften nicht um "Spielzeug für die Wehr", sondern um adäquaten Schutz.

Bürgermeisterin Tanja Schiffmann bezeichnete Bauhof und Feuerwehrhaus als "modernes Arbeitsumfeld". Das Feuerwehrhaus gehöre zur unverzichtbaren Infrastruktur, sagte die Rathauschefin. Jeder müsse dankbar sein, dass die Wehrmitglieder ihre Freizeit zum Wohl der Bürger opferten. Sie dankte auch dem Marktrat und Altbürgermeister Hans Schäfer für die zukunftsweisende Entscheidung, diese Vorhaben umzusetzen.

Richtiger Schritt

Kreisbrandrat Richard Meier nannte die Anschaffungen notwendig für den Schutz der Bevölkerung. Architekt Josef Schöberl bezeichnete die Einweihung als "krönenden Abschluss" eines Projekts, das als richtiger Schritt zur Entwicklung Parksteins zu würdigen sei. "Parkstein hat etwas Großartiges geschaffen", zeigte sich Schöberl überzeugt. Stefan Bäumler, stellvertretender Jugendwart der Wehr, sprach zum Jubiläum der Jugendfeuerwehr. Kommandant Tobias Plößner hob hervor, dass die Jugendarbeit seit 50 Jahren sehr ernst genommen werde. Das neue Fahrzeug sei bereits 16 Mal im Einsatz gewesen.
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