Hartes Ringen um Seniorenheim

Lokales
Parkstein
08.07.2015
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Trotz Ortsnähe: Das gemeindliche Grundstück unterhalb des Parkplatzes an der Pressather Straße ist nicht geeignet für den Bau eines Pflegeheims. Zu dieser Einschätzung kam Kreisbaumeister Werner Kraus bei einem Ortstermin.

Der Fachmann vom Landratsamt war am Donnerstagnachmittag mit Bürgermeisterin Tanja Schiffmann, Ingenieur Josef Schöberl, Architekt Armin Juretzka, den Seniorenbeauftragten und einigen Markträten unterwegs. Juretza erinnerte daran, dass bei der städtebaulichen Entwicklung der nördliche Rand Parksteins immer als schützenswert definiert worden sei.

Es müsse deshalb weiterhin behutsam mit diesem "wertvollen Stück" des Ortes umgegangen werden. Deshalb seien für Vorhaben wie ein Seniorenheim erst Baulücken innerhalb des Ortes zu schließen. Schöberl betonte, dass er den Standort, den die ISEK-Gruppen vorgeschlagen haben mit Blick auf die Eigentumsverhältnisse geprüft habe.

Vorteil sei die unmittelbare Nähe zum Ort, gleichzeitig stelle sich die Frage, ob ein Seniorenheim inmitten eines Siedlungsgebietes sinnvoll sei. Mit einem Beispiel der Grundfläche des Seniorenheimes Plößberg zeigte er auf, wie eine Anordnung von Gebäuden in Parkstein aussehen könnte.

Seniorenbeauftragter Wolfgang Dütsch sieht in den nächsten 20 bis 30 Jahren keine Möglichkeit, in Parkstein ein anderes Grundstück für ein Pflegeheim zu finden. Es sei aber für den Markt Parkstein risikolos, einen möglichen Bau wenigstens planungstechnisch vorzubereiten. Einem möglichen Investor sind laut Kreisbaumeister Kraus Vorgaben mittels Bauleitplanung zu machen.

Der Markt Parkstein kann eventuellen Investoren dieses Grundstück anbieten, sagte Bürgermeisterin Schiffmann, vorausgesetzt, sie dürften dort bauen. Fest stehe ohne Zweifel, dass eine Wohnbebauung auf diesem Gebiet nicht möglich ist. Einen "Schnellschuss" in Sachen Pflegeheim schloss die Bürgermeisterin klar aus. Zum Schluss wurde auch der bestehende Parkplatz ins Spiel gebracht. Eventuell soll diese Fläche wenigstens zum Teil in die Planungen mit einbezogen werden.
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