Heilende Heimat

Pater Johannes Pausch. BIld: bey
Lokales
Parkstein
12.06.2015
3
0

"Die Heilkräuter auf dem Parkstein wachsen auf der besten Heilerde der Welt." Man sollte ihre Kraft aber nicht überschätzen warnte Pater Johannes Pausch in seinem Vortrag im Rathaussaal. Der war rappelvoll.

Heilerde sei ein kraftvolles Mittel, gesund zu bleiben. Gegen schwere Krankheiten richte sie indes nichts aus. "Ich bin platt", sagte Bürgermeisterin Tanja Schiffmann angesichts des enormen Besuchs. Der Referent ist nicht vergessen. Er hatte in seinem Heimatort vor 40 Jahren Primiz gefeiert.

Pausch lebt dort zwar schon lange nicht mehr, doch bei der Beschäftigung mit den Heilkräutern im Kloster Aich, dem Zentrum für europäische Klosterheilkunde habe er entdeckt, dass sein Interesse für das Thema in Parkstein wurzelt. Einen erheblichen Anteil daran hätten Pfarrer Scherm und dessen Schwester, die ihm als Kind den Nutzen von Pflanzen näher gebracht habe.

Die Vulkanerde ist laut Pausch mit ihrer Vielzahl von Mineralien und Spurelementen kostbar. Im Kloster Aich werden über 80 Produkte aus Kräutern hergestellt, die aufgrund einer seit 1500 Jahren dokumentierten Tradition und Erfahrung hergestellt werden. Die Kräuter müssen bei der Verarbeitung frisch sein und auch nach dem Schnitt gesegnet werden.

Die Pflanzen selbst müssten als Ganzes erkannt und jede für sich als Kunstwerk angesehen werden, betonte Pausch. Mit der Wirkung müsse sich jeder Mensch selbst vertraut machen. "Ein Dummer kann die Heilkräuter nicht anwenden."

Ausführlich schilderte Pausch die Vorzüge und den Nutzen vieler bekannter Pflanzen. So sei die Lindenblüte das Mittel zum Schwitzen, wenn keine Sauna vorhanden sei, der Augentrost gebe klare Sicht und die Gänseblümchen "Kleine Sonne" seien ein Heilmittel für Kinder.
Weitere Beiträge zu den Themen: Juni 2015 (7772)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.