Marktrat erlässt Gebührensatzung - Zusammenarbeit mit Weiden beim Breitbandausbau
Wasser wird teurer

Lokales
Parkstein
11.12.2014
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Jetzt ist es amtlich: Die Hauseigentümer müssen für die verbesserten Wasserleitungen Ergänzungsbeiträge zahlen. Pro Quadratmeter Grundstücksfläche werden 14 Cent fällig, pro Quadratmeter Geschossfläche 77 Cent. Dazu erließ der Marktrat einstimmig die Satzung.

Ebenso gab er grünes Licht für den Anbau einer Scheune an ein Gebäude in Hammerles, An der Leite 27, und für die Erweiterung eines Wohnhauses mit Ausbau des Dachgeschosses, Im Koch 13. Ebenso einstimmig passierte der Bauantrag für das Regenrückhaltebecken der Firma FAS im Gewerbegebiet "Ost II" die Sitzung.

Ja zu FAS-Tekturplan

Der Tekturplan der Firma FAS für das bestehende Werk III betrifft eine bereits errichtete Wertstoffhalle. Die Fraktionen segneten dies ab und stimmten einer möglichen Abweichung vom Bebauungsplan zu, sollte dies im Zuge des Genehmigungsverfahrens notwendig werden. Keine Einwände gab es zum Ausbau der interkommunalen Zusammenarbeit mit der Stadt Weiden beim Breitbandausbau. Dazu wird eine Vereinbarung geschlossen.

Sonja Reichold (Freie Wähler) hatte beantragt, den Firmen "Rose Petroleum" und "Naab Energy" die Nutzung der erteilten Erkundungslizenz für seismische Aufsuchungen auf den Grundstücken und Straßen des Marktes Parkstein zu untersagen. Nach Ansicht Pauschs ist das Gebiet des Marktes Parkstein "sehr sensibel", weil sich dort unter anderem zahlreiche Brunnen der Steinwaldgruppe befinden. Einig war sich der Marktrat, über das Verbot konkret zu entscheiden, sobald ein entsprechender Antrag auf Sondernutzung nach dem Straßen- und Wegerecht vorliegt.

Die SPD wünscht sich bessere Sicht vom Basaltkegel ins Land und von Nordosten auf die Bergkirche. In einem schriftlich formulierten Antrag hat der Ortsverein erläutert, wie das gehen soll. Nachdem es sich beim Basaltkegel aber um ein Naturschutzgebiet handelt, wäre nicht das Landratsamt zuständig, wenn es darum geht, Bäume zu fällen und Sträucher zu beseitigen, sondern die Obere Naturschutzbehörde bei der Regierung der Oberpfalz, erklärte Bürgermeisterin Tanja Schiffmann.

Die Ausnahmegenehmigung der Regierung würde aber etwas kosten. Laut Schiffmann schneidet der Bauhof ohnehin einmal jährlich die Bäume und Sträucher zurück. "Ein Kahlschlag ist ohnehin nicht gewünscht", sagte Johannes Kick. Gleichzeitig machte der Marktrat deutlich, dass in den Basalt hineinwachsende Wurzeln die Standfestigkeit beeinträchtigen könnten. Letztlich verzichteten die Fraktionen auf einen formellen Beschluss, sondern vertrauen auf das Geschick des Bauhofs beim naturverträglichen Rückschnitt.

Für reichlich Diskussion sorgte der Antrag aus der Bürgerversammlung, die Schutzengel-Kreuzung zu entschärfen. Schiffmann blätterte zunächst in den Akten und verlas die bisherigen Stellungnahmen der Fachbehörden, aus denen im Grunde keine Gefahr für Leib und Leben abzuleiten ist. Trotzdem ist die Rathauschefin dafür, ein Geschwindigkeitsmessgerät aufzustellen, um Raser abzuschrecken.

Die letzte Verkehrsschau war um 9 Uhr am Morgen. Martin Bodenmeier (Freie Wähler) regt an, den Fachbehörden einen neuen Termin um 7 Uhr vorzuschlagen. Dann seien an der Kreuzung die tatsächlichen Gefahren zu erkennen. Übereinstimmung herrschte darüber, dass die Bürger mit der Einholung von Unterschriften den nächsten Schritt tun müssen, um Fachbehörden zum Handeln zu veranlassen.

Vorschläge fürs Museum

Gestorben ist der Plan, die Baugebiete "West" und "Viehhof" mit einem Blockheizkraftwerk oder einem Biomasseheizkraftwerk zu versorgen. Dies sei nicht realisierbar.

Für Verbesserungsmaßnahmen im Museum wird die Firma Cosmoc ein Konzept vorlegen. Dafür will der Markt Parkstein 4200 Euro netto ausgeben. Außerdem sollen ab Januar Museumsbesucher nach ihrer Meinung gefragt werden.
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