Marktrat gibt grünes Licht für Kanal um FAS-Halle zu Regenrückhaltebecken
Stürmische Diskussion um Regenwasser

Lokales
Parkstein
23.01.2015
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Handelt es sich bei der Verlegung eines Regenwasserkanals durch den Markt unterhalb des Werkes III und des Werkes IV FAS in Richtung Regenrückhaltebecken um eine versteckte Subvention für Witron? Bürgermeisterin Tanja Schiffmann verneinte diese Frage von Martin Bodenmeier bei der Vorstellung der Planung durch das Ingenieurbüro Kraus im Marktrat.

An den Regenwasserkanal über ein zwischengeschaltetes Regenrückhaltebecken des Witron-Ablegers FAS soll Künftig das Niederschlagswasser aus dem Baugebiet am Anemonenweg abfließen. Dort versickert es jetzt auf einer freien Parzelle oder läuft über angrenzende Grundstücke ab.

Der Kanal ist seit über zehn Jahren im Gespräch. Er müsse verlegt werden, bevor das Areal aufgefüllt werde, meinte die Rathauschefin. "Beim Bau der FAS-Halle neben dem Werk IV bleiben 7000 Kubikmeter Erdaushub übrig", sagte Diplomingenieur Wolfgang Kraus. "Damit kann das daneben liegende Grundstück dank der Zustimmung des Eigentümers aufgefüllt und dann eingeebnet werden.

Die Planung sieht nun vor, ab da eine Rohrleitung um die Halle herum an die südliche Seite zu verlegen. Dort fließt das Wasser in ein von FAS geplantes Regenrückhaltebecken, das von der Firma vergrößert werde. "Es sei letztlich ein Kuhhandel, weil sich FAS die Verlegung eines Kanals zum Werk III spart", räumte Kraus ein. Die Kosten für die Leitung belaufen sich auf rund 125 000 Euro.

Der Marktrat befürwortete das Vorhaben. Georg Burkhard nannte es fatal, wenn man diese Gelegenheit nicht nutzen würde. Dennoch müsse laut Schiffmann mit dem Eintrag einer Grunddienstbarkeit erst die rechtliche Voraussetzung geschaffen werden. Ist dies erfolgt, darf die Bürgermeisterin den Auftrag an den wirtschaftlichsten Bieter vergeben.
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