Maßnahmen "nicht ohne"

Lokales
Parkstein
08.12.2015
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Der geplante Ostbayernring als Ersatzbau für eine bestehende Hochspannungsleitung sei nicht mehr zu verhindern, betont CSU-Fraktionssprecher Georg Burkhard. Darum heiße es nun, das Bestmögliche für die Bevölkerung und den Ort Parkstein herauszuholen. Im Baugebiet "Im Grün" stellte er die Gedanken des Ortverbandes zu der Maßnahme vor.

Knapp 30 Bürger und mehrere Markträte der örtlichen CSU waren - fast unter die Hochspannungsleitungen - zum Baugebiet "Im Grün" gekommen, um sich mit den Ideen des CSU-Ortsverbandes zu eventuellen Trassenänderungen zu befassen. Bürgermeisterin Tanja Schiffmann erinnerte an die Ausstellung des Strombetreibers Tennet im Festsaal, in der zum ersten Mal Einblicke in die Trassenführung des Ersatzneubaues gewährt wurden. Noch bis zum 7. Januar hätten die Bürger die Möglichkeit, eine Stellungsnahme zu dem geplanten Neubau abzugeben.

Zwei Varianten

In den Plänen des Anlagenbetreibers sehe Burkhard Übereinstimmungen mit den Vorstellungen der Parksteiner CSU. Der Strombetreiber Tennet habe zwei mögliche Varianten vorgelegt - welche davon umgesetzt werde, sei nicht bekannt, erklärte Burkhard. Fest stehe aber, dass die Ersatztrasse auf über der Hälfte der Strecke näher an den Ort Parkstein rücke und eine Beeinträchtigung der Bewohner somit wahrscheinlicher werde.

So würden die "Sichtbezüge" zu Parkstein, der Basaltwand und der Bergkirche verschlechtert und möglicherweise die Siedlungsentwicklung behindert. Anhand eines großen Planes veranschaulichte Burkhard die Varianten von Tennet, die "insgesamt dem Baugebiet ,Im Grün' und den Ortsteilen Grünthal und Kotzau näher kommen". Die CSU-Parkstein stelle sich als eine der Varianten eine neue Trasse vor, die von der bisherigen Leitung rund 400 Meter entfernt ist und südlich des Ortsteiles Kotzau vorbeiführt. Befürchtet werde dadurch ein großer Eingriff in das Ökosystem eines Waldes, der im Altenstädter Flur liegt. Dies sei die "Maximalforderung", betonte Burkhard.

Mangelndes Bürgerinteresse

Der zweite CSU-Vorschlag sieht als "Minimum" vor, die Trasse ab dem Regenrückhaltebeckens unterhalb von FAS nach Osten "springen" zu lassen, um dann nach der Weidener Straße wieder auf die Tennet-Trasse zu kommen. Diese Variante hätte einen Abstand von 180 Metern zum Ort. Burkhard bedauerte, dass die Ausstellung von Tennet im Festsaal kein allzu großes Bürgerinteresse hervorgerufen hat. Bei einer Diskussion wurden mögliche Erdverkabelungen als "nicht ohne" bezeichnet. Auch Bürgermeisterin Tanja Schiffmann urteilte, diese Lösung sei nicht "unumstritten". Über die Annahme der Planung des CSU-Ortsverbandes Parkstein als Antrag des Marktes entschied der Marktgemeinderat in seiner Sitzung am Montagabend.
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