Mehr Vulkan im Museum

Museumsleiterin Susanne Moldaschl (links) stellte dem Marktgemeinderat die geplanten Änderungen und Verbesserungen im "Vulkanerlebnis Parkstein" vor, die bis April realisiert werden sollen. Bild: bey
Lokales
Parkstein
13.11.2014
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Mehr Vulkan und weniger Parkstein. So lassen sich die Wünsche der Bürger zusammenfassen, die im Museum nach ihrer Meinung gefragt wurden. Nun wird ein neues Konzept umgesetzt.

Das Thema Vulkanismus wird im "Vulkanerlebnis Parkstein" zu wenig behandelt. So lautet das überwiegende Urteil der Besucher. Museumsleiterin Susanne Moldaschl zeigte dem Marktgemeinderat eine Vielzahl von Änderungsmöglichkeiten auf. Unter Berücksichtigung der finanziellen Machbarkeit soll ein Einführungsfilm im Vorraum zum Vulkanausbruch gezeigt werden.

Die Darstellung des Marktes im Dachgeschoss mit Aussagen von Bürgern zu ihrem Ort wird von den Besuchern am meisten kritisiert. Nachdem der Museumsbesuch an dieser Stelle endet, bleibt nach Befürchtung von Moldaschl der dort gewonnene negative Eindruck in den Köpfen haften. Letztlich sei das "Vulkanerlebnis Parkstein" in der bisherigen Form ein "Heimatmuseum mit Vulkanausbruch", bilanziert die Fachfrau. Im Erdgeschoss möchte die Museumsleiterin einen Touch-Monitor einbauen, die Exponate vertiefender beschriften, eine neue Vitrine aufstellen und einige Monitore zurückbauen. Mit dieser Umgestaltung soll erreicht werden, dass den Besuchern die Grundlagen zum Thema Vulkanismus wie Aufbau der Erde, Vulkanformen, Vulkangebiete in Deutschland und Bayern, Faszination und Gefahr der "Feuerberge", Ursachen und Forschung in geeigneter Form vermittelt werden. Im Obergeschoss wird die Darstellung der Heimatgeschichte von den Besuchern positiv wahrgenommen, zugleich sind aber Exponate nicht zuzuordnen. Deshalb soll beispielsweise die Originalkanonenkugel eine klare Beschreibung erhalten. In den dort acht Filmen sei zu wenig Abwechslung erkennbar. Das Dachgeschoss scheint der Knackpunkt zu sein. Das "Vulkanerlebnis" werde seinem Namen nicht gerecht. Es soll das "Leben am Fuße des Basaltkegels" besser dargestellt werden, ebenso die florierende Wirtschaft mit klaren Hinweisen auf modernes Leben auf dem Land, die Eignung für den Zuzug junger Familien und die Einzigartigkeit Parksteins als touristischer und sozial attraktiver Ort am Rande eines Naturdenkmals.

Außerdem sollen die Besucher durch Bilder angeregt werden, Geopfad, Felsenkeller und die Basaltwand zu besichtigen. Der Umbau des Dachgeschosses würde nach den bisherigen Schätzungen rund 42 000 Euro kosten, der Einführungsfilm im Erdgeschoss schlägt mit 18 700 Euro zu Buche.

In der Gesamtsumme kämen 95 800 Euro zusammen. 58 000 Euro sei laut Moldaschl der Mindestaufwand für die notwendigsten Dinge. Laut Bürgermeisterin Tanja Schiffmann war für Umgestaltungsmaßnahmen im Haushalt 2014 ein Betrag von 110 000 Euro enthalten. Davon sind noch 75 000 Euro vorhanden.
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