Nachsitzen für "Baugebiet West"

Das Biotop soll erhalten bleiben, so lautete der mehrheitliche Wunsch des Marktrats. Bild. bey
Lokales
Parkstein
19.09.2015
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Nach den Einwänden ist vor den Einwänden: Auf 44 Seiten hatte Architekt Josef Schöberl die Bedenken und Anregungen von Trägern öffentlicher Belange und aus der Bürgerbeteiligung zusammengefasst.

Zwölf Seiten davon ging allein aufs Konto des Baujuristen im Landratsamt. Zudem lieferte Schöberl dem Marktrat gleich die Beschlussvorschläge für die Pläne zum "Baugebiet West" mit.

Erneut gab es Diskussionen darüber, ob ein kartiertes Biotop im künftigen Geltungsbereich erhalten werden soll oder nicht. Private Meinungen sind der Ansicht, die neue Straße durch das künftige Siedlungsgebiet werde zur Rennstrecke. Der Marktrat beschloss mit 9:6 Stimmen die erneute Auslegung, an der sich der Träger öffentlicher Belang erneut beteiligen kann.

Bürgermeisterin Tanja Schiffmann erklärte, dass die Auslegung keine Anregung erbracht habe, die Straßenführung zu ändern. Wohl aber wurde die Einteilung von Bauparzellen geändert, was der Erweiterung des kartierten Biotops geschuldet war. Doch gerade die Straßenführung sorgte für erneute Debatten. Berthold Kellner (SPD) führte das Argument an, dass auch Anwohner in anderen Siedlungsstraßen über Raserei klagten. Martin Bodenmeier (Freie Wähler) sprach sich deutlich gegen den Erhalt des kartierten Biotops aus, weil damit Baugrund verloren gehe. Das verneinte Schöberl.

Die privaten Einwendungen wiesen die Räte mit 9:6 Stimmen zurück - sofern es um Verkehrsprobleme ging. Einigkeit herrschte dagegen im Gremium, einem privaten Vorschlag zu folgen und im Bereich der fußläufigen Anbindung des Baugebietes an die Pressather Straße einen Fahrbahnteiler zu bauen, sofern der Straßenbaulastträger zustimmt.
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