Nahe des Grünthaler Hofs beißt ein Schäferhundmischling einen Pudel zu Tode
Tatort ohne Leinenpflicht

Vor allem große Hunde gehören an die Leine. Das auf allen Wegen und Wiesen durchzusetzen, ist jedoch kaum möglich. Archivbild: uax
Lokales
Parkstein
01.02.2015
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Bei der Polizei in Neustadt ist der Fall nicht bekannt, wohl aber im Parksteiner Rathaus. Irgendwann in den vergangenen zwei Wochen attackierte ein frei laufender Schäferhundmischling auf einem Spazierweg nahe des Grünthaler Hofs, wo dem Vernehmen nach auch Jogger und Freizeitsportler unterwegs sind, einen Pudel. Der starb wenig später.

Juristisch ist dies eine "Sachbeschädigung". Doch der Halter des Angreifers hat nicht gegen die Leinenpflicht verstoßen, erklärt Bürgermeisterin Tanja Schiffmann. "Die gilt innerorts, auf dem Geh- und Radweg nach Weiden und außerhalb auf dem Nordic-Walking-Parcours." Letzterer ist in der Nähe des Grünthaler Hofs, in dessen Umfeld es auch zu der Beißattacke kam.

Die Leinenpflicht auf das gesamte Gemeindegebiet auszudehnen, sei schwierig, sagt Schiffmann, die von Beruf Rechtsanwältin ist. "Da gibt es einschlägige Urteile." Was ihr bleibt, sind Appelle an die Vernunft der Hundebesitzer. Vor allem dort, wo Kinder unterwegs seien, sollten die Tiere an die Leine. Die Stelle, wo der Pudel zu Tode kam, gehöre aber nicht dazu.

Abgesehen von der Frage, ob der Pudelhalter das Herrchen des Schäferhundmischlings zivilrechtlich belangt, muss der Besitzer des größeren Tiers mit Auflagen rechnen. Denkbar sei neben der Leine ein Maulkorb.
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