Neuer Name für altes Rathaus

Das mittlere Fenster der Stirnseite des Alten Rathauses wird künftig der Haupteingang des Gebäudes. Der bisherige Eingang wird als Notausgang genutzt. Bild: bey
Lokales
Parkstein
15.04.2015
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Die Parksteiner Vereine treffen sich künftig im "Benefizium", der Name altes Rathaus gehört der Vergangenheit an. In der Sitzung am Montagabend einigte sich der Marktrat, bei der Namensgebung den historischen Hintergrund des Gebäudes zu würdigen.

(bey) Der Heimatverein Parkstein hatte den Namen "Benefizium" angeregt. Der Begriff kann mit den Wörtern Begünstigung oder Wohltat umschrieben werden. Die Bezeichnung Bürgertreff wurde vom Heimatverein für das Gebäude, das auch schon Schwesternheim war, als zu "neumodisch" abgelehnt. Bis zur endgültigen Entscheidung über den Namen gab es einige Diskussionen.

Sanierung und Umbau

Während die Namensgebung dem Markt Parkstein nichts kostet, müssen für die Sanierung, den Umbau und für die Bearbeitung 432 900 Euro aufgewendet werden. Diesen Betrag nannte Architekt Gregor Fischer bei der Vorstellung der angedachten Umbaumaßnahmen. Der Keller wird weitgehend nur saniert, ein vorhandener Kühlraum technisch erneuert. Das Erdgeschoss wird zu einem öffentlichen Bereich umfunktioniert, deshalb wird auch der Einbau behindertengerechter Toiletten einschließlich eines zweiten Rettungsweges notwendig.

Belegungsplan erstellen

Der Haupteingang zum Gebäude führt künftig über eine neue Türe an der Stirnseite des Gebäudes zum Marktplatz hin. Der Eingang wird barrierefrei gebaut. Im Obergeschoss wird das gemeindliche Archiv untergebracht. In jedem Fall müssen die für Vereine eingeplanten Räume von diesen doppelt belegt werden. Ein entsprechender Belegungsplan muss erstellt werden. Im Kellergeschoss beim ehemaligen Feuerwehrhaus behalten die Schützen ihre bisherigen Räume, die aber auch mit einem zweiten Rettungsweg abgesichert werden.

Einstimmige Entscheidung

Laut Architekt Fischer waren ursprünglich für die Umbaumaßnahmen im alten Rathaus rund 480 000 Euro vorgesehen. Unter Berücksichtigung des Zeitablaufes und von Preissteigerungen ergibt sich auf die jetzt ermittelten, wenn auch noch nicht absolut verbindlichen Baukosten eine rechnerische Einsparung von 100 000 Euro. Der Marktgemeinderat votierte einstimmig der Vorplanung mit den darin enthaltenen Kosten sowie dem Architektenvertrag zu.
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