Pauken wie anno dazumal

Zwei Seiten einer Schulgeschichte: In der linken Hälfte zeigten die Kinder das Schulleben von vor 50 Jahren, in der rechten dagegen den heutigen Alltag im Klassenraum. Bild: bey
Lokales
Parkstein
04.07.2015
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Eine Turnhalle als Festsaal. Die Parksteiner Grundschule feiert einen Marathon: das 50-jährige Bestehen. Was sich auf dieser langen Wegstrecke alles verändert hat, das zeigten die Schüler.

"Wegen der unzulänglichen Schulraumverhältnisse beabsichtigt der Markt Parkstein im Jahr 1963 mit dem Neubau einer Volksschule mit fünf Klassen und einem Turnraum zu beginnen." Mit diesem Satz des früheren Bürgermeisters Johann Bodenmeier begann die Geschichte der Parksteiner Grundschule. Bürgermeisterin Tanja Schiffmann hatte dieses Schreiben im Archiv des Marktes Parkstein entdeckt. Am Donnerstagabend feierte die 1965 eingeweihte Bildungsstätte das 50-jährige Bestehen.

Schulleiter Rektor Armin Aichinger nannte die Schule fest verwurzelt im Markt und mittlerweile auch im Schulverband mit der Gemeinde Schwarzenbach. Ausgehend von einer durchschnittlichen Klassengröße von 25 Kindern seien bisher rund 1250 Kinder eingeschult worden. Zur Feier waren auch Angehörige des Einschulungsjahrganges 1965 eingeladen, ferner die Schulleiter aus früheren Jahren. Bürgermeisterin Schiffmann erinnerte daran, dass die Gemeinde damals 823 000 Mark für den Schulhausbau vorgesehen und dazu Beihilfen beantragt hatte. Erweiterung, der Bau der Turnhalle und zuletzt die Errichtung des Verbindungsbaues zwischen Schulgebäude und Turnhalle hätten das Aussehen der Bildungsstätte wesentlich verändert. Maßgeblich sei aber nicht die "Hülle", sondern die Unterrichtsräume und vor allem das Klima. All dies sei hervorragend. Elternbeiratsvorsitzender Markus Weiß hob hervor, dass die Grundschule wichtiger Teil des Gemeindelebens und gleichzeitig der erste Schritt für die Entwicklung der Kinder sei. Die "Schule vor Ort" sei den Eltern sehr wichtig.

Zucht und Ordnung

Unter Leitung von Rita Trescher hatte die Theatertruppe das Stück "Schule früher - Schule heute" eingeübt. Da waren auf der einen Seite die Kinder auf den Schulbänken der 60er-Jahre mit einem Rohrstock-schwingenden Lehrer, auf der anderen Seite die Lehrerin, die sich kaum gegen die Kinder durchsetzen kann. "Zucht und Ordnung" waren einst oberstes Gebot. Aber da hatten die Kinder für die Pause auch noch ein Butterbrot mit Zucker dabei, während die Kinder der heutigen Zeit im Unterricht naschten. Für die Aufführung gab es stürmischen Beifall. Laura Schieder, Marina Sauer und Antonie Grämer als ehemalige Schülerinnen umrahmten die Feier musikalisch.

Schulleiter Aichinger eröffnete die Bilderausstellung zum 50-Jährigen. Auf Stellwänden ist die Geschichte des Gebäudes und vor allem auch der Schüler vergangener Jahrzehnte zu sehen.
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