Queen bittet zur Polka

Dirigent Alfons Steiner und sein 62-köpfiges Jugendblasorchester harmonierten. Das war in der Witron-Halle unüberhörbar. Bild: adj
Lokales
Parkstein
22.11.2015
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Konzerte von großen Blaskapellen sind nicht mehr allzu dick gesät in der Region. Die Jugendblaskapelle Parkstein bildet eine Ausnahme. Sie beschenkte die Marktgemeinde mit der Uraufführung der "Parksteiner Jubiläumspolka" - unter tosendem Beifall.

Die Auftragskomposition von Timo Dellweg, der Wünsche und Anregungen von Dirigent Alfons Steiner umgesetzt hat, fand bei den über 350 Besuchern des Herbstkonzertes in der Witron-Halle großen Anklang. Bereits zum 19. Mal präsentierten die jungen Nachwuchsmusiker, unterstützt von alten Hasen ein Herbstkonzert.

Konzertante Blasmusik, Polkas, Musicalmelodien und Rock-Medleys kamen gut an. Mit Informationen zu den Stücken, Komponisten, Arrangeuren und Musikern führte Marion Ermer gekonnt durch den Abend. Bürgermeisterin Tanja Schiffmann war begeistert. Sie lobte Eifer, Talent und Begeisterung der Akteure.

Mit der "Ho-Ruck-Bum-Polka" eröffneten die Nachwuchsmusiker den Abend. Unter der Leitung von Dirigent Dieter Hundhammer zeigten sie bei "Surprise, Surprise" und "The Elvis Show" beachtliches Können. Mit der spektakulären "Fanfare for a Celebration" begrüßten die 62 Musiker des großen Klangkörpers die Zuhörer.

Beethoven und Bernstein

In die Heimatliebe der Weißrussen konnten sich die Musikfreunde bei der "Russian Dance Suite" von Kees Vlak hineinversetzten. "Küss mich ganz fest", im Original Besame Mucho, forderte Solist Stefan Bodenmeier gekonnt mit seinem Flügelhorn. Über die Pop-Ouvertüre "Odilia" (Kind des Lichts) wurde der Bogen zu "An die Freude" von Ludwig van Beethoven gespannt. Mit Melodien aus der West Side Story von Leonard Bernstein begann der zweite Teil. Mit "V Brocanskem Zatisl" aus Südböhmen ging es flott weiter. Bei "Java" bewies das Trompetenregister viel Schwung. Klatschen und Mitswingen war bei "Mister Boogie" angesagt. Gekonnt wirbelte Stefan Ketelaar bei "Elise Picante" mit seine Schlegeln über das Xylofon.

Das Queen-Medley leitete zum Höhepunkt, der Uraufführung der schmissigen "Parksteiner Jubiläumspolka" über. Mit rauschendem Applaus Beifall belohnten die Zuhörer die Musiker und ihre Dirigenten. Mehrere Zugaben waren die logische Folge.
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