Schülerideen gegen Stromfresser

Matthias Rösch, Geschäftsführer des etz Nordoberpfalz (Vierter von rechts) übergab den Abschlussbericht des Energiecoachings an Zweite Bürgermeisterin Lydia Ebneth (Vierte von links) und das Energieteam. Bild: bgm
Lokales
Parkstein
09.10.2015
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Um die Energieeinsparziele der Bundesregierung für 2020 zu erreichen, ist es noch ein weiter Weg. Gerade was den Verbrauch von Wärmeenergie anbelangt, schaut es in der Grundschule aber schon recht gut aus.

In mehreren Modulen hatten die Mitarbeiter des ETZ Nordoberpfalz das Energiecoaching erarbeitet. Das Ergebnis: Der Brennstoffverbrauch der Schule liegt bei nur 70 Prozent des Verbrauchs vergleichbarer Gebäude.

ETZ-Geschäftsführer Matthias Rösch führt das auf den guten Zustand von Fenstern und Türen und die gute Dämmung der obersten Geschossdecke zurück. Das größte Einsparpotenzial brächte der Austausch der zentralen Heizanlage durch einen Brennwertkessel. Aber auch kleinere Maßnahmen wie der Austausch der von jedermann zugänglichen Heizkörperthermostate verringerten den Energieverbrauch. Elektrisch gesteuerte Heizkörperventile seien zwar in der Anschaffung nicht ganz günstig, in seltener genutzten Räumen könnten sie sich aber rentieren.

Beim Stromverbrauch liegt die Grundschule leicht über dem Durchschnitt. Viel Einsparpotenzial gäbe es laut Rösch durch einen Austausch der Leuchtstoffröhren mit LED-Lampen. Einfach und günstig sei die Verwendung schaltbarerer Steckdosen zur den Verbrauch im Stand-By-Modus an elektrischen Geräten zu reduzieren.

Rektor Armin Aichinger will Energiesparen mit seinen Zöglingen zum Thema machen und in der Montagsrunde alle um Ideen bitten. Auf dem Dach könnte eine Photovoltaikanlage installiert werden.

Die Vorschläge des ETZ sollen in die Arbeitsgruppe Ortsentwicklung des Integrierten Stadtentwicklungskonzeptes einfließen, sagte Hubert Hösl. Das Energieteam der Gemeinde wird jedes Jahr ein Gebäude begehen, um den Energieverbrauch zu untersuchen. Im Baugebiet Süd, dem ältesten des Marktes wird geprüft, ob ein Nahwärmenetzes sinnvoll sei.
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