Sicherheit für "Schutzengel"

Alfred Arnold klärte vor Ort über die Verkehrssituation aus Sicht der Polizei auf. Technischer Amtsrat Armin Wildenauer (Dritter von links) sprach sich gegen weitere Schilder aus. Karl Lukas vom Landratsamt Neustadt (Zweiter von links) regte einen Elternlotsendienst und einen Schulwegkorridor mit Hinweisschildern an. Mit bei der Ortsbesichtigung am Morgen: Berthold Kellner, Georg Burkhard, Alfons Plößner, Bürgermeisterin Tanja Schiffmann, Martin Bodenmeier und Josef Burkhard (von links) sowie eine der Mütte
Lokales
Parkstein
17.02.2015
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Bürgermeisterin Tanja Schiffmann hatte sich im Morgengrauen mit Polizei, Straßenbauamt, Markträten und Anwohnern getroffen. Am Ende gab es eine Idee, die die Verkehrssicherheit vor allen für Kinder am Rande des Baugebiets "Schutzengel" verbessern soll.

Eltern sollten sich als Lotsen engagieren und Hinweisschilder auf Kinder für einen Korridor zur Schule aufgestellt werden. Dies ist das Ergebnis der Verkehrsschau. Sachgebietsleiter Karl Lukas vom Landratsamt fasste so das Ergebnis der knapp einstündigen Diskussion zusammen.

Außerdem wird im Bereich der Bushaltestelle der verwaschene, weiße Balken erneuert und zugleich etwas in die Straße hineingeschoben, um damit Autofahrern zu verdeutlichen, dass sich dort Menschen befinden können. Außerdem werde damit auch dem Fußgänger der Blick Richtung Scharlmühle erleichtert. Bauliche Maßnahmen wurden von den Verkehrsexperten des Landratsamtes, der Polizeiinspektion Neustadt und des Staatlichen Bauamtes Amberg-Sulzbach verworfen.

Noch im Dunkeln trafen sich Bürgermeisterin Tanja Schiffmann, Lukas, Polizeihauptkommissar Alfred Arnold, Armin Wildenau vom Staatlichen Bauamt Amberg-Sulzbach, die Markträte Georg Burkhard, Josef Burkhard, Sonja Reichold, Berthold Kellner, Alfons Plößner und Martin Bodenmeier sowie Tanja Neumann, eine Anwohnerin des Baugebietes "Schutzengel", um über die Verbesserung des Sicherheit für Kinder an der gleichnamigen Kreuzung zu sprechen. Arnold nannte das weit vor der Bebauung stehende Ortseingangsschild ein Problematik. "Wenn ein Autofahrer keine Personen sieht, hält er es nicht für notwendig, sofort langsamer zu fahren, sondern bremst erst vor der Kreuzung ab."

Sinnvoll sei die orange Straßenbeleuchtung. Bislang wurde die Polizei nur zu einem Unfall an diese Stelle gerufen, bei dem eine Fahrerin ein Verkehrsschild umgefahren hatte. "Schulwegunfälle sind noch nie registriert worden", sagte der Hauptkommissar. Er räumte ein, dass dennoch etwas gemacht werden müsse. Er trat für die Fußgängerfurt mit Elternlotsendienst als größten Sicherheitsgewinn ein.

Burkhard regte eine abknickende Vorfahrt in Richtung Hammerles an. Wildenauer sah dies nicht als sinnvoll an, weil optisch die gerade Straße die Vorfahrt für den Autofahrer habe. An dieser Stelle seien keine baulichen Veränderungen möglich. Die aber müssten nach Meinung von Burkhard und Bodenmeier vorrangiges Ziel bleiben.

Neumann hob hervor, dass Elternlotsen nur den eigentlichen Schulweg absichern, nicht aber die übrige Zeit. Somit sei diese Lösung nicht von Dauer. Ihren Vorschlag nach weiteren Schildern verwarf Wildenauer. Dafür müsste eine "besondere Gefährdung" vorliegen.

Nach Arnolds Unterlagen haben am 22. Januar von 7.57 bis 11 Uhr insgesamt 111 Fahrzeuge eine Radarmessstelle an der Bushaltestelle passiert. Der schnellste Verkehrsteilnehmer fuhr 66 Kilometer pro Stunde. Nicht einmal ein Prozent der Autofahrer mussten beanstandet werden. "Dies ist extrem wenig."

Lukas erklärte, dass der Markt Wünsche nach einem Umbau beim Landkreis vorbringen müsse. Bereits während der Diskussion hatte Straßenbauexperte Wildenauer die Kosten für einen Kreisverkehr mit 500 000 Euro beziffert.
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