Solarparkstein-Mitglieder erhalten elf Prozent - Markt gibt Miete als Zuschuss zurück
Sonne sorgt für Rendite

Lokales
Parkstein
23.03.2015
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"Wenn die Sonne lacht, klingelt die Kasse", ist ein bekannter Spruch der Betreiber von Photovoltaikanlagen. Bei den Mitgliedern des Solarparkstein, dem Verein zur Förderung regenerativer Energie, fiel das Lachen 2014 nicht ganz so herzhaft aus. "Es war ein gutes, durchschnittliches Sonnenjahr", meinte Kassier Karl Schmidt angesichts einer Stromausbeute von 4932 Kilowatt. Trotz Ausgaben für die Erneuerung der Technik gibt es eine Ausschüttung von elf Prozent auf die Anteile und gleichzeitig eine vierprozentige Tilgung.

Vorsitzender Hubert Hösl informierte die Mitglieder in der Jahreshauptversammlung im "Bergstüberl" über die Verbesserungen an der Photovoltaikanlage auf dem Dach der Parksteiner Schule. Die Module wurden komplett getauscht, weil es Reklamationen wegen der Erträge gab. Dazu kamen der Einbau eines neuen Wechselrichters, die Stabilisierung des Dachgestells und die Erdung. "Die Arbeiten wurden im November abgeschlossen", sagte der Vorsitzende. Hösl rechnet jetzt mit einem etwa sieben Prozent höheren Ertrag.

Gleichzeitig müsste die Photovoltaikanlage mit diesen Verbesserungsarbeiten für die nächsten zehn Jahre gerüstet sein. Ab sofort können laut Aussage des stellvertretenden Vorsitzenden Hans Dütsch die Erträge der Anlage wieder mittels Internet verfolgt werden.

Kassenwart Karl Schmidt berichtete, dass die Verbesserungsarbeiten die Kasse mit rund 2500 Euro belastet haben. "Der Reinertrag ist deshalb doch ziemlich geschrumpft." Unabhängig davon beschlossen die Mitglieder einstimmig, die Ausschüttung auf elf Prozent festzulegen. Damit wird einer Entscheidung Rechnung getragen, die Ausschüttung alljährlich ansteigen zu lassen. Vereinschef Hösl dankte dem Markt für die Entgegenkommen bei der Vermietung der Dachfläche. Die gezahlte Miete werde alljährlich dem Verein wieder als Zuschuss zurückerstattet.

Nachdem Referent Bernd Ratgeber wegen Krankheit kurzfristig ausfiel, sprang Josef Langgärtner in die Bresche und berichtete über die Brennstoffzellenanlage in seinem Haus und die dort vorhandenen Speichermöglichkeiten. Ratgeber will am Mittwoch, 1. April, um 19.30 Uhr im "Bergstüberl" seinen Vortrag über Speichermöglichkeiten von eigenerzeugtem Strom nachholen.

Bei diesem Termin steht auch ein Elektrofahrzeug für eine Probefahrt bereit, weitere Fahrzeuge werden per Power-Point-Präsentation vorgestellt. Der Vertreter eines Geldinstitutes wird Finanzierungsfragen bei energetischen Maßnahmen beantworten.
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