Strom, Straßen und viel Geld

Stellvertretende Bürgermeisterin Lydia Ebneth, Bezirksvorsitzender Christian Benoist (von link) und Vorsitzender Franz Bringer (Zweiter von rechts) ehrten zahlreiche Siedler. Angela Bleich (Sechste von rechts) bekam das Ehrenzeichen in Bronze. Bild: bey
Lokales
Parkstein
26.03.2015
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Für ein Ende der Straßenausbaubeitragssatzung warb Christian Benoist bei der Siedlergemeinschaft. Auch sonst gab sich der Bezirksvorsitzende kämpferisch.

Viele klamme Kommunen würden von der Rechtsaufsicht aufgefordert, bei Neuherstellung bereits einmal abgerechneter Straßen von den Hausbesitzern wieder Beiträge zu verlangen. "Diese Regelung, mit der Hauseigentümer nach 30 Jahren wieder zur Kasse gebeten werden, muss abgeschafft werden."

Falscher Weg

Außerdem wandte sich Benoist auch gegen eine Gleichstromtrasse. Die Leitung führe statt zu den Windrädern an und in der Nordsee nach Thüringen zu Kohlekraftwerken, die schmutzigen Strom produzierten. Der Landkreis stehe mit Strom aus erneuerbarer Energie an der Spitze. "Hier ist keine Trasse notwendig."

Das zunehmende Alter der Siedler werde für die örtlichen Gemeinschaften und die übergeordneten Organisationen zu einem finanziellen Problem, warnte der Bezirksvorsitzende. "Viele alte Mitglieder sterben, junge kommen nicht nach." Dennoch sei auf Bundesebene vor wenigen Wochen auf eine Beitragserhöhung verzichtet worden. Jetzt suche man nach Sparmöglichkeiten. Die finanzielle Schieflage setze sich aber auch auf Landes- und Bezirksebene fort.

In der sehr gut besuchten Jahreshauptversammlung im "Bergstüberl" gab es noch ein anderes Thema mit Schwerpunkt Senioren: Wohnberaterin Tanja Siegler sprach über die Problematik des Wohnens im Alter im eigenen Zuhause. Barrierefreies Wohnen erleichtere alters- und krankheitsunabhängig das tägliche Leben.

Öl in großen Mengen

Vorsitzender Franz Bringer erinnerte an den Ausflug nach Dinkelsbühl. Nach den beiden Heizölsammelbestellungen seien 110 000 Liter an die Hausbesitzer geliefert worden. Eindringlich bat Bringer die Siedler, beim Kauf in einem Weidener Baumarkt auf die Mitgliedschaft hinzuweisen, weil ein kleiner Betrag aus der Rechnungssumme an die Gemeinschaft zurückfließe. "Diese Gutschriften tragen zu einem stabilen Mitgliedsbeitrag bei."

Ein großes Lob zollte der Vorsitzende Gerätewart Willi Bleich für dessen vorbildliche Arbeit auch beim Verleih der Geräte. "Die Investition für das Gerüst hat sich gelohnt", berichtete Bringer. Der Siedlergemeinschaft gehören 163 Mitglieder an.

Junge Mitglieder

Zweite Bürgermeisterin Lydia Ebneth nannte das Wirken der Siedlergemeinschaft ein Stück Sozialpolitik in Parkstein. Bei den Siedlern werde die Kontaktpflege großgeschrieben. Die Anwesenheit vieler junger Mitglieder bezeichnete sie als Zeichen für eine gesicherte Zukunft.
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