Theo Margeth: Wünsche werden das ganze Jahr über erfüllt
Weihnachten abschaffen

Jeder Christ ist aufgerufen, Menschen in Notsituationen zu helfen und sie ins Leben zurückzuführen.
Lokales
Parkstein
20.10.2014
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Tiefe Einblicke in die Arbeit als Seelsorger im Bezirkskrankenhaus Wöllershof gewährte Diakon Theo Margeth bei der KAB Parkstein. Nach dem Referat kam der Kreispräses zum christlichen Gedanken seiner und auch der Aufgabe aller Menschen: "Jeder Christ ist aufgerufen, Menschen in Notsituationen zu helfen und sie ins Leben zurückzuführen. Damit wird der Auftrag Gottes erfüllt."

Der Diakon ist zur Hälfte seiner Arbeit in Wöllershof tätig, und zur anderen Hälfte Seelsorger des katholischen Militärpfarramtes Weiden und damit zuständig für die Standorte Pfreimd und Oberviechtach. Mit Blick auf seine Tätigkeit im Bezirkskrankenhaus bedauerte er, dass die Psychiatrie immer noch negative Assoziationen hervorrufe.

Die Klinikpatienten hätten oft Angst, dass Angehörige, Freunde und Kollegen von einer Behandlung erführen. Dabei seien es auch Probleme wie Ehescheidungen, die zu einer schweren Erkrankung führen könnten. Oft seien die Behandlungen nach der stationären Zeit nicht beendet. Hintergrund könne das unveränderte Umfeld sein.

Die heutige Kindererziehung macht Margeth große Sorgen: "Kinder dürfen nicht mehr Kinder sein. Die Menschlichkeit geht verloren." Er bedauerte, dass oftmals bereits im Kleinkindalter von den Eltern der weitere Lebensweg des Nachwuchses vorgegeben werde. "Den Jugendlichen geht es zu gut, Weihnachten könnte abgeschafft werden", sagte der Referent mit Blick auf die Erfüllung aller Wünsche während des ganzen Jahres.

Mit großer Freude ist der Diakon in der Gerontopsychiatrie tätig. Die dort untergebrachten alten Menschen seien herzensgut, auch wenn es ihnen im Leben fürchterlich schlecht gegangen sei. Auch wenn der Geist vielleicht krank werden könne, bleibe die Seele gesund.

Aus eigener Betroffenheit spricht Margeth über das Burn-Out-Syndrom. Er spüre nach überstandener Erkrankung jetzt die Warnsignale.

Einen breiten Raum gab der Seelsorger den Suchterkrankungen. Dazu zeigte er Bilder von Menschen, die Crystal Meth oder das noch schlimmere "Krokodil" konsumieren. Bei dieser neuen billigen synthetischen Droge werde jeder nach einmaliger Einnahme süchtig ist und habe dann noch eine maximale Lebensdauer von einem Jahr.
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