Von Heintje bis Elvis

Hubert Treml (stehend) zeigte im Steinstadel die ganze Bandbreite seines künsterlischen Könnens. Bild: bey
Lokales
Parkstein
13.05.2015
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Hubert Treml, der Oberpfälzer Liedermacher und Entertainer mit dem Strohhut als Markenzeichen, zeigte bei seinem Auftritt am Muttertag alle Facetten seines Könnens, wobei vor allem das Nachdenkliche und Tiefsinnige, manchmal auch Traurige für atemlose Stille im Steinstadel sorgte.

Der Kaffee und Kuchen schmeckte den Besuchern im vollbesetzten Steinstadel, schließlich war beides mit Liebe gemacht. Dazu gab's Lieder, hintergründig und tiefsinnig, am Anfang auch noch etwas Klassisches, sofern die einstige Schnulze von der "Mama" vom in die Jahre gekommenen Heintje dazugezählt werden kann oder die musikalische Geschichte vom Dompfaff, der sich einst ein Nesterl gebaut hat.

"Du bist a G'schenk", sang Treml zu Beginn seines Auftritts als Präsent für die Mütter und alle Frauen. Dann holte der Liedermacher die "Maa-Maa" aus der Mottenkiste und hatte mit seiner Interpretation die Lacher auf seiner Seite. "Is scho recht Mama, that's allright Mama", klingt bei Treml so richtig nach Elvis. Dann singt Treml von einer Kokosnuss mit einem Reißverschluss, ein echter Ohrwurm, bei dem sich die Gäste zum ersten Mal gewaltig mit ihrem Beifall hören lassen. Mit dem Lied "Herzstück" begibt sich Treml langsam auf die leisere, tiefgründige Welle. Dann dürfen sich die Besucher bei einem Lied als musikalische Begleitung einbringen. "Brummbumba" oder "Tschaka-bum-bum" sind die "komplizierten Worte", die dem gesamten Text Tremls sozusagen die Würze geben. Und wirklich, es hört sich nach dem "Are you ready" oder "Seid ihr bereit" auch richtig gut an. Im zweiten Teil erzählt Treml etwas über "Müttersorgen", "verpasste Chancen" und ein tiefgründiges Lied über die "Annemirl" hinter dem hochdeutsch gesprochenen "Scheunentortürchen". Und nochmals darf der Elvis kommen, diesmal aus dem fiktiven Untergrammelsdorf. Mit stürmischem Beifall und unüberhörbaren Rufen nach Zugaben dankten die Besucher für diesen musikalisch sehr ansprechenden Nachmittag. Treml erfüllte die Wünsche nach Zugaben in Gedichtform und noch mit einem Lied.
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