Längere Diskussion über "Konzept Parkstein 2020+"
Frist bis Jahresende

Politik
Parkstein
20.02.2016
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Der Weidener Architekt Armin Juretzka und Dr. Robert Leiner von der iq-Projektgesellschaft, dürfen befristet bis Ende dieses Jahres die Umsetzung des "Integrierten Städteentwicklungskonzepts Parkstein 2020+" begleiten. Darauf einigte sich der Marktgemeinderat am Montagabend einstimmig.

Dieser Entscheidung ging aber eine längere Diskussion voraus. Grund dafür: Der von Bürgermeisterin Tanja Schiffmann vorgelegte Beschlussentwurf enthielt keinerlei Aussagen über die entstehenden Kosten. "Die Abrechnung hat nach nachgewiesenem, tatsächlichem Aufwand zu erfolgen. Die Erbringung der Leistungen erfolgte in Abstimmung mit dem Markt Parkstein", lautete die Beschlussvorlage.

Auf Rückfrage von Marktrat Martin Bodenmeier über die Kosten für das Beraterteam nannte Bürgermeisterin Tanja Schiffmann für Dr. Robert Leiner einen Tagessatz von 560 Euro für jeden der von Dr. Leiner genannten zwölf Arbeitstage. Sie räumte aber sofort ein, den genannten zeitlichen Aufwand einschränken zu müssen. Martin Bodenmeier forderte, die Tätigkeit der ISEK-Arbeitsgruppen zum Jahresende zu beenden, falls deren Arbeit ergebnislos sei. Sonst wäre alles unterm Strich eine reine "Architekten-Akademikerbeschäftigung".

Der "Drive ist längst weg", meinte Martin Bodenmeier zur Situation in den ISEK-Arbeitsgruppen, die nach den Worten von Marktrat Berthold Kellner mit "neuen Bürgern" wieder belebt werden müssten, um dem Schrumpfungsprozess entgegenzuwirken. Marktrat Josef Burkhard zweifelte, ob der "Einsatz der beiden Herren" zielführend sei. Marktrat Georg Burkhard nannte das Projekt "ISEK Parkstein 2020+" gewinnbringend für den Markt, auch wenn manchmal persönliche Interessen zu einem Engagement in den Arbeitsgruppen geführt hätten.

Die Mitwirkung von Architekt Armin Juretza und Dr. Robert Leiner ist nach den Georg Burkhards Worten im Sinne der Koordination der Arbeit notwendig. Auch er räumte ein, dass "Ermüdungserscheinungen" bei der Tätigkeit der ISEK-Arbeitsgruppen nicht "von der Hand" zu weisen seien. Tot aber seien die Gruppen nicht, betonte Georg Burkhard.
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