Marktrat beschließt Ausbau der Straße Parkstein-Schwand
Breit und kräftig

Geflickte und immer wieder neu dazugekommene Risse machen die Sanierung der Straße zwischen Parkstein und Schwand bis zur Schwander Kreuzung notwendig. Für die Maßnahme beantragt der Markt Fördermittel beim Staatlichen Bauamt. Bild: bey
Politik
Parkstein
15.04.2016
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Die Straße zwischen Parkstein und Schwand soll bis zur Schwander Kreuzung auf eine Breite von 5,50 Metern ausgebaut werden. Diesen Beschluss fasste der Marktrat mit einer Gegenstimme.

Voraussetzung ist aber ein problemloser Grunderwerb. Der Umfang der Arbeiten sieht eine zwölf Zentimeter starke Tragschicht und darüber vier Zentimeter Asphalt vor. Die vorläufige Berechnung geht von Kosten in Höhe von 422 000 Euro aus. Die Straße sei mehrfach auf unterschiedliche Weise repariert worden, sagte Bürgermeisterin Tanja Schiffmann. Man habe Risse ausgefüllt, Teile abgefräst und neue Deckschichten aufgebracht. "Es traten aber immer wieder Risse auf." Deshalb sei jetzt eine Generalsanierung notwendig.

Wolfgang Kraus vom beauftragten Ingenieurbüro führte die immer wieder auftretenden Risse im Straßenbelag auf die Belastung durch Schwerverkehr, auch durch landwirtschaftliche Fahrzeuge, zurück. "Die Ränder werden nach unten gedrückt. Das führt zum Bruch in der Mitte."

Das Abfräsen der schadhaften Stellen und eine neue Deckschicht stießen als eine von vier Varianten auf Ablehnung. Die zweite Möglichkeit sei, den Oberbau zu verstärken, was aber zu einer Verschmälerung von 4,90 auf 4,75 Metern führe. Für diese Lösung gebe es keine Förderung vom Staatlichen Bauamt. Bei der dritten Variante, die Kraus ins Spiel brachte, wird in Verbindung mit der Verstärkung des Oberbaues die Fahrbahn auf fünf Meter verbreitert. "Das ist ohne Grunderwerb möglich", erklärte der Planer. Er veranschlagte dafür Kosten in Höhe von 364 000 Euro.

Nachdem das Staatliche Bauamt einer Ausbaubreite von 5,50 Meter der Vorrang einräumte, entschied sich der Marktrat diesen Vorstellungen zu folgen. "Der Grunderwerb ist nicht so gravierend", meinte Georg Burkhard im Gegensatz zu Sonja Reichold, die für einen sparsamen Umgang mit den Flächen plädiert hatte. Außerdem sieht sie die Gefahr, dass auf einer breiteren Straße auch schneller gefahren werde.
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