Neuwahlen im Ortsverein
SPD vermisst Ideen im Rathaus

Als gut und harmonisch bezeichnete Vorsitzender Berthold Kellner (Dritter von links) die Atmosphäre im SPD-Ortsverein Parkstein. Der neue Vorstand gratulierte Karl Weißer (links) zu 25 Jahren aktiver Mitgliedschaft. Bild: adj
Politik
Parkstein
29.05.2016
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Im Bund gibt es bei der SPD bereits Diskussionen um Vorsitz und Kanzlerkandidatur. Der Ortsverein Parkstein setzt dagegen ganz auf bewährte Kräfte.

Vorsitzender bleibt Berthold Kellner, Stellvertreter Johannes Kick, Kassenwartin Elke Beßenreuther, Schriftführer Harald Krämer, Organisationsleiter Dieter Menzl, und Bildungsbeauftragte Karin Alwang. Beisitzer sind Franziska Alwang, Michael Kick, Peter Richter, Herbert Simmerl, Jürgen Völkl und Hans Witt. Die Kasse prüfen Martina Stehle und Karl Weißer.

Vorsitzender Kellner berichtete in der Jahreshauptversammlung im Gasthaus Zetzl von etlichen Aktivitäten, etwa dem Bürgergespräch zum Baugebiet West, der Diskussionsveranstaltung mit Ismail Ertrug und dem Festabend zum 50-jährigen Bestehen. Lob sprach Kellner den Jusos aus. Sie hätten den Ortsverein bei allen Aktionen und Festen unterstützt. Ferner erwähnte er die Adventsfeier, die Christbaumsammelaktion und das Kinderfest.

Rechte ausbremsen


Kellner forderte im Hinblick auf die schwierige politische Lage in Deutschland alle auf, die Meinungsführerschaft nicht den radikalen Gruppen am rechten Rand zu überlassen. Laute Parolen wie von der AfD und Teilen der CSU lösten noch lange keine Probleme. Es gelte, der Verrohung der Sprache und Gewalt gegenüber Schwächeren sowie der Ausgrenzung von Minderheiten Widerstand zu leisten.

Die Arbeit im Marktrat sei nicht einfach. Die oft fehlenden Informationen machten es für SPD und Freie Wähler nicht leicht. "Liest man das Mitteilungsblatt der CSU drängt sich der Eindruck auf, Gemeinderat ist gleichbedeutend mit Parteipolitik der CSU, die im Marktrat alles alleine macht."

Bei Anträgen warte man vergebens auf zeitnahe Umsetzung. Kellner warf Bürgermeisterin Tanja Schiffmann Ideenlosigkeit und fehlende Souveränität vor. Er forderte mehr Engagement für die Jugend und die älteren Mitbürger. "Seitens der SPD sind wir aber nach wie vor an einer guten und sachorientierten Zusammenarbeit interessiert. Diese wird aber leider immer wieder durch den Fraktionsvorsitzenden der CSU torpediert."

Respektloser Fraktionschef


Mit ständigen Pöbeleien und Beleidigungen führe dieser seit 2014 den Wahlkampf fort und vergifte dadurch die Atmosphäre. Jeder sachlichen Diskussion weiche er aber aus. Respektlosigkeit habe er auch bei der Verabschiedung des verdienten Gemeinderates Dieter Menzl, der 30 Jahre lang mit gearbeitet hat, an den Tag gelegt. Während alle Markträte Beifall gespendet hätten, habe CSU-Mann Burkhard nur den Kopf geschüttelt.

Karl Weißer bekam für 25-jährige Mitgliedschaft eine Urkunde. 2017 steht das 40-jährige Jubiläum der Partnerschaft mit dem Ortsverein Heere an. Die Planungen dafür laufen.
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