Renovierung der Außenanlagen des Landrichterschlosses 200 000 Euro teurer
Bauchschmerzen bei Baukosten

Die geplante Baumaßnahme am Landrichterschloss im Überblick. Repro: arw
Politik
Parkstein
18.10.2016
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Die Kostensteigerung bei dem Bauvorhaben Außenanlagen Altes Schloss/Benefizium umfasst 200 000 Euro. Das schlägt einigen Markträten auf den Magen. Mit zwei Gegenstimmen nehmen sie den Kostenvoranschlag an. Die Unterlagen gehen jetzt an die Regierung der Oberpfalz.

Der Marktrat hatte sich bei seiner Sitzung Baupläne vorgenommen. Er besprach die Neugestaltung der Außenanlagen am Landrichterschloss und am Benefizium. Die alte Ausschreibung war im Juni aufgehoben worden. Architekt Armin Jurezka erklärte den Räten den überarbeiteten Plan.

Bautechnisch sei die Schlossmauer eine Herausforderung. Sie ist denkmalgeschützt und muss saniert werden. Für die Reparatur hat der Planer knapp 190 000 Euro angesetzt. Hier werde ein denkmalerfahrener Statiker die Arbeiten begleiten.

"Wo liegt der Wert?"


Marktrat Josef Burkhard merkte an, dass ihm die Bausumme doch Bauchschmerzen bereite. "Wo liegt hier der Wert", fragte er. "Bei den 700 000 Euro werde ich nicht mitgehen, bei 200 000 Euro weniger schon." Architekt Jurezka erklärte den Kostensprung mit neuen Erkenntnissen des nunmehr eingebundenen Statikers zu der Schlossmauer. Sie sei der neue Kostentreiber.

"Was wäre auf uns zugekommen, wenn wir damals die Aufträge vergeben hätten", meinte Burkhard in Anbetracht der neuen Erkenntnisse. Berthold Kellner hoffte nach den Ausführungen des Architekten, dass in der Planung nun alle Kosten enthalten seien und fragte kritisch nach. Martin Bodenmeier gab zu erkennen, dass ihm die Planung gefalle. Er wisse aber nicht, wie er den Parksteinern die hohe Summe vermitteln solle.

"Ganz schön geschluckt"


Für die CSU sprach Georg Burkhard: "Wir haben auch ganz schön geschluckt. Es kann gestalterisch etwas Wertvolles werden." Er sei deswegen nicht der Verteidiger der hohen Kosten. "Wir müssen dies in Kauf nehmen, und wir waren uns einig, dass es ein neuer Mittelpunkt wird. Es sind ja die triftigen Gründe der Kostenerhöhung da." Zweite Bürgermeisterin Lydia Ebneth gab zu bedenken, dass das Haus nach anfänglichen Schwierigkeiten gut angenommen werde. Es würden keine Mehrausgaben auf die Bürger zukommen. Die Förderung von etwa 60 Prozent sei ja für die Maßnahme nicht unerheblich.

Allmählich kam im Landrichterschloss bei den Markträten positive Stimmung für das Projekt auf. Nach der Annahme der Planungen bei zwei Gegenstimmen, werden die Unterlagen an die Regierung der Oberpfalz weitergeleitet. Anschließend erfolgt die Ausschreibung der einzelnen Aufträge.

Marktrat in KürzeToilette am Friedhof

Seit April steht auf dem Friedhof eine To-Mobil-Toilettenanlage. Die sechs Monate Probelauf sind vorbei. Der Rat muss über den Kauf entscheiden. Die Anlage werde in der Bevölkerung gerne angenommen, so die Bürgermeisterin. Die Gemeinde müsste 4500 Euro für den Erwerb zahlen. Hinzu kommen noch die Kosten für die feste Installation und die Einhausung.

Vermögen bei 5,2 Millionen Euro Josef Scheidler berichtete über die Jahresrechnung 2015. Der Verwaltungshaushalt beläuft sich auf 7,5 Millionen, der Vermögenshaushalt auf gut 5,2 Millionen Euro. Die Räte erteilten einstimmig die Entlastung.

Straßen, Gewerbe und ein Ford

Der Bau des Zaunes am Regenrückhaltebecken Anemonenweg startete. Ein Firmenaufsteller wird im Gewerbegebiet Theile errichtet und die Baustelle in der Neustädter Straße geht in dieser Woche ihrem Ende entgegen. Der Stromverbrauch in der Schule konnte gesenkt werden. Im Baugebiet West wurden zwei Straßen benannt: Eine heißt nun Karl-Lukas-Straße und deren Seitenableger Türmerstraße. Die "Auer Facility Management" wird die Erschließungsplanung für das Baugebiet "Schmiedpoit" machen. Für 32 130 Euro, bekommt der Bauhof einen Ford Transit von der Firma Sticht. Zugestimmt wurde der Erweiterung der Fischerhütte am "Scherreuther Weiher". (arw)
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