Wegen angeblich fehlender E-Mail
Bürgermeisterin weist Vorwürfe von SPD und Freien Wählern zurück

"Von Personen, denen die Bürger ihr Vertrauen geschenkt haben, kann man erwarten, sich vor Sitzungen ausreichend zu informieren, vor allem, wenn man Besprechungstermine nicht wahrgenommen hat." Zitat: Tanja Schiffmann
Politik
Parkstein
12.08.2016
287
0

Der Termin klingt erst einmal nicht so prickelnd: "Eigenüberwachung des Kanalnetzes." Doch die Frage, wer davon wann wusste und wer nicht, lieferte im Marktrat reichlich Zündstoff. Jetzt wehrt sich die Bürgermeisterin.

Altenstadt/WN. Den Vorwurf in der jüngsten Marktratssitzung, sie habe die Fraktionsführer der SPD und der Freien Wähler über eine Sitzung zur Eigenüberwachung des Kanalnetzes nicht per E-Mail informiert, will Rathauschefin Tanja Schiffmann nicht auf sich sitzen lassen. Die beiden Herren seien sehr wohl eingeladen gewesen, zum Termin sei aber nur der Fraktionssprecher der CSU gekommen.

Schiffmann wundert sich, dass von fünf Empfängern der Einladungs-E-Mail ausgerechnet die Vertreter von SPD und Freien Wählern nichts bekommen haben sollen. "FW-Sprecher Josef Burkhard habe ich einen Tag vor der Besprechung persönlich auch noch auf den Termin am kommenden Tag hingewiesen, wobei er mir sein Kommen zugesagt hat. Von einer nicht erhaltenen Mail hat er nichts erwähnt."

Unabhängig davon hätten alle Gemeinderäte die Ladung mit Tagesordnung gut eine Woche vor der Marktratssitzung erhalten. Sie enthielt folgenden Hinweis: "Auf die Besprechung mit den Fraktionsführern in der VG am 28.07.2016 (anwesend nur Georg Burkhard, CSU) wird Bezug genommen. Es wird aus gegebenen Anlass darauf hingewiesen, dass es von Mitgliedern des Marktgemeinderates erwartet wird, dass bei Verhinderung an der Teilnahme von Sitzungen oder Besprechungen eine Entschuldigung erfolgt oder ein Ersatzvertreter geschickt wird."

Schiffmann: "Die Markträte hätten demnach über eine Woche Zeit gehabt, sich bei mir wegen einer angeblich nicht erhaltenen E-Mail zu melden und sich nach der Besprechung zu erkundigen. Man macht es sich zu einfach, bei einer Abstimmung dann seinen Unmut dadurch auszudrücken, indem man dagegen stimmt."

Von Personen, denen die Bürger ihr Vertrauen geschenkt haben, kann man erwarten, sich vor Sitzungen ausreichend zu informieren, vor allem, wenn man Besprechungstermine nicht wahrgenommen hat.Tanja Schiffmann
Weitere Beiträge zu den Themen: E-Mail (4)Tanja Schiffmann (28)Josef Burkhard (1)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.