Anlagetipps von Robert Beer
Fondssparpläne in die Kinderwiege

Albert Rupprecht (links) besuchte mit zweiter Bürgermeisterin Lydia Ebneth (Zweite von links) den Parksteiner Fondsmanager Robert Beer mit Ehefrau Christine. Zum Thema Währungsunion vertreten sie ähnliche Ansichten. Bild: bgm
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Parkstein
13.07.2016
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"Investiert in gute Firmen und vergesst den Aktienkurs", empfiehlt Robert Beer beim Besuch von MdB Albert Rupprecht. Für die Altersvorsorge hat er auch einen Tipp parat.

Es sei erwiesen, dass große Unternehmen langfristig sieben Prozent Rendite bringen. "Mit einer soliden Anlage kann ich gutes Geld verdienen. Das ist mein Credo", betonte der Fondsmanager, der, an die Politik gerichtet, bat, mehr für das Image der Aktie zu unternehmen. Sein erklärtes Ziel ist es, breitere Bevölkerungsschichten zur Beteiligung am "Produktivkapital" zu bringen. Festgeldkonten seien "totes Kapital".

"Viele schieben große Vermögen jahrelang vor sich her. Das ist ein wirtschaftlicher Schaden", formulierte der Diplom-Ingenieur. Eine Einschätzung, mit der er bei Rupprecht auf offene Ohren stieß. "Die medial getriebene Hysterie nach oben und unten macht viel kaputt", meinte der Abgeordnete. Mit der Rententhematik traue sich aktuell keiner nach außen. Im kommenden Bundestagswahlkampf werde das Thema aber eine große Rolle spielen, prophezeite Rupprecht. Beer rät, schon früh mit den Rücklagen fürs Alter zu starten, mit Fondssparplänen und am besten von Geburt an. "Das ergibt irgendwann die gesamte Altersvorsorge", ist Beer überzeugt. Das Thema gehöre sich auch an den Schulen gelehrt. Als eine seiner Kernkompetenzen betrachtet Beer die systematische Marktanalyse, mit der er regelmäßig eine "Outperformance", eine bessere Wertentwicklung als der restliche Markt, erreiche. Zweiter Eckpfeiler sei die Risikoabsicherung mit Put-Optionen. Das sei eine Art Versicherung, die zwar einen bestimmten Prozentsatz der Rendite koste, sich aber alle paar Jahre bezahlt mache.

"Er ist eine Bereicherung. Das ist anerkennenswert, dass er in seinem Heimatort geblieben ist", lobte zweite Bürgermeisterin Lydia Ebneth. Beer schätzt die Wohnqualität der Gemeinde am Fuße des Basaltkegels und die Nähe zur Weidener Hochschule. Praktikanten und Studenten, die eine Bachelorarbeit bei ihm schreiben, seien ideal zur Personalgewinnung. Seine kleinere Firma habe immer das Problem, akzeptiert zu werden. Inzwischen gehen aber auch Geschäftspartner aus London in den Büroräumen in der Weidener Straße ein und aus.

Apropos London: Der Brexit werde natürlich mit erheblichen Einschnitten einhergehen. Aber: "Das ist die Welt, das ist das Leben, aber die Erde dreht sich weiter", bleibt Beer gelassen. Insgesamt sieht er die Währungsunion auf einem "gefährlichen Weg". Beinahe habe es schon Eurobonds gegeben. "Das ist das ersparte Volksvermögen, das verfrühstückt wird", meint Beer. Bei Rupprecht trifft er mit dieser Ansicht abermals auf einen Gleichgesinnten: "Ich sehe, dass wir dramatisch in eine Transferunion kommen. Wir überfordern Europa", warnt der Bundestagsabgeordnete.
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