Bach Pur im Steinstadel
Musikstudio Kuhl gibt beeindruckendes Konzert

Erfrischende Bach-Interpretationen präsentierten Lars Amann, Florian Schieder, Laura Schieder, Musikstudio-Leiter Karl-Heinz Kuhl und Kristiana Labuga (von rechts) im Steinstadel. Bild: adj
Vermischtes
Parkstein
09.11.2016
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Ein Konzert nur mit Klavier- und Orgelwerken von Johann Sebastian Bach? Nur was für Spezialisten. Oder doch nicht? In Parkstein lockte der Auftritt von Schülern des Musikstudios Kuhl stattliche 100 Zuhörer an.

Den für Bach-Konzerte ungewohnten High-Tech-Bühnenaufbau mit digitalen Instrumenten und Computerbildschirmen begründete Karl-Heinz Kuhl im Steinstadel mit der Besonderheit der Musik des Meisters. Sie sei eben unabhängig vom Instrument, auf dem sie gespielt werde.

Da Bach als visionärer und fortschrittlicher Musiker gilt, hätte er sicher solch moderne Technik verwendet, wenn sie ihm zur Verfügung gestanden hätte, führte Kuhl aus. Leider hatten zwei der angekündigten Musiker wegen Krankheit absagen müssen. Dies wurde durch andere, ins Programm aufgenommene Stücke ausgeglichen. Am Klavier präsentierten sich der Musikschulleiter, seine Schülerinnen Laura Schieder aus Parkstein, Kristiana Labuga aus Freihung und Florian Schieder aus Georgenberg. An der Orgel zeigte Lars Amann aus Windischeschenbach sein Können.

Die Musiker boten ein abwechslungsreiches Programm, das musikalisch und technisch auf sehr hohem Niveau stand. Zu hören waren Stücke aus der französischen Suite in G-Dur, den Partiten für Klavier und den Goldberg-Variationen, die die Interpreten meisterlich und stilsicher vortrugen. An der Orgel spielte Lars Amann gewohnt souverän und perfekt das Concerto in A-Moll BWV 565 und die bekannte Toccata und Fuge in D-Moll. Der Windischeschenbacher Ausnahme-Organist ist Jungstudent beim Bamberger Domorganisten Professor Markus Willinger. Als Zugabe gab Florian Schieder "Salsa Creek", die Bearbeitung einer Bach-Fuge im Salsa-Rhythmus. Der 14-Jährige bewies mit seinen perfekt auswendig gespielten Stücken, dass er eine vielversprechende Zukunft als Pianist vor sich hat.

Kuhl verabschiedete die Zuhörer mit der Zugabe "Jesu bleibet meine Freude", bevor es bei Sekt und liebevoll zubereiteten Häppchen ans Fachsimpeln ging.
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