Basalttheater Parkstein
Der G'wissenswurm vom Bauer Grillhofer

Der Grillhofer (rechts) ist schwerkrank, denkt er zumindest. Sein Schwager, "der Dusterer" (links) nutzt das schamlos aus. Bild: bey
Vermischtes
Parkstein
03.08.2016
41
0

Ein leichtes "Schlagerl" hat den Grillhofer, einen reichen Bauern, getroffen. Es steht schlecht um ihn, so redet es ihm sein Schwager, der "Dusterer", jedenfalls ein. In Wirklichkeit ist es keine Krankheit, die ihn plagt. Der "G'wissenswurm" breitet sich in ihm aus.

Das Basalttheater Parkstein begeisterte unter der Regie von Susanne Spörer und Michael Simmerl am Freitag an der Basaltwand in der Premiere des "G'wissenswurm" von Ludwig Anzengruber.

Deftige Pointen, eine Liebesgeschichte voller Zärtlichkeit und vorsichtigem Näherkommen, ein hintertriebener Verwandter, der sich mit List und Tücke den Bauernhof Grillhofers unter den Nagel reißen will, und ein Happy-End, auch wenn Anzengruber zu seiner Zeit diese Worte noch nicht gekannt hat, sorgten für knapp zwei Stunden grandioses Theater.

Bösl als "Dusterer"


Mit der Musik des "Basalttheater-Duos" werden die Besucher in die Komödie eingeführt. Dann kommt der Grillhofer (Richard Beer) an den Tisch seiner Mägde und seines Knechtes. Diese haben vorher die Besucher bereits über den schlechten Gesundheitszustand ihres Bauern informiert. In diese Runde bricht der "Dusterer" (Erwin Bösl) ein. Er kennt die eigentliche Wahrheit um die Sorgen Grillhofers. Und er nutzt dessen Zustand aus, um den Bauernhof des Schwagers erben zu können.

Er will Grillhofer regelrecht "zu Tode pflegen". Bösl spielt den "Dusterer" einmalig gut und führt mit seiner Scheinheiligkeit die Besucher auf der vollbesetzten Tribüne von einer Pointe zur nächsten.

Die Lies taucht auf


Dann ändert sich die Situation auf dem Grillhofer-Hof: Die Horlacher-Lies (Josefine Spörer) taucht auf und bringt den Grillhofer durcheinander. Zum Entsetzen des "Dusterers" tanzt Grillhofer eine Runde und vergisst seinen Zustand. Er ist aber nicht der Einzige. Sein Knecht "Wastl" (Sebastian Ermer) verguckt sich auch in das Mädchen.

Fuhrknecht Leonhardt (Heinz Rast) klärt Grillhofer fast ungewollt auf, wer das Mädchen sein könnte. Ein Brief bestätigt die Vermutung. Da hilft weder das Beten des "Dusterers" noch seine angeblich gesegneten Kräuter, deren Herkunft Leonhardt als unappetitlich beschreibt. Am Ende sind, bis auf den "Dusterer", der vom Hof gejagt wird, alle glücklich.
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.