Frau aus brennendem Haus gerettet
Wohnhausbrand in Hammerles richtet hohen Schaden an

Das Feuer hat im Erdgeschoss hohen Schaden angerichtet. Die rund 100 Feuerwehrleute verhinderten ein Übergreifen der Flammen auf die Nachbargebäude. Die 83-jährige Bewohnerin konnte zwar gerettet werden, ihr Zustand ist aber kritisch. Bild: Gammanick
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Parkstein
28.12.2015
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Dramatische Minuten: Der Hammerleser Kommandant Wolfgang Schraml rettete mit zwei "Helfern vor Ort" eine schwerverletzte Frau aus dem brennenden Haus. Ihr Zustand ist kritisch.

Großalarm am Montagfrüh im Ortsteil Hammerles: In der Straße An der Leite war kurz vor halb acht in einem Einfamilienhaus ein Feuer ausgebrochen.

Schon kurze Zeit später waren die Hammerleser Feuerwehr und die "Helfer vor Ort" an der Brandstelle. Kommandant Wolfgang Schraml hörte Hilferufe. Die 83-jährige alleinige Bewohnerin konnte sich nicht mehr alleine ins Freie retten.

Ohne lange zu überlegen gingen Kommandant Schraml sowie die Hammerleser "Helfer vor Ort" Rudi Eckl und Silvia Adam ohne Atemschutz ins Gebäude. Die Frau lag im Hausgang. "Wenn sie noch in der Wohnung gewesen wäre, hätten wir sie nicht mehr rausholen können", berichtete Schraml. Kreisbrandrat Richard Meier, der ebenfalls nach Hammerles geeilt war, bescheinigte den tapferen Rettern, dass sie ihr Leben aufs Spiel gesetzt hätten. Die 83-Jährige erlitt nach den Angaben Meiers eine schwere Rauchvergiftung und Brandverletzungen. Ihr Zustand sei lebensbedrohlich, teilte auch die Polizei mit. Die Seniorin kam zunächst ins Klinikum Weiden, wurde dann aber in ein Spezialkrankenhaus nach Nürnberg verlegt.

Ursache noch ungeklärt


Obwohl die Hammerleser Spritzenmänner Unterstützung von den Kollegen aus Parkstein, Schwarzenbach, Riggau, Altenstadt, Neustadt und Meerbodenreuth erhielten, wurde das Einfamilienhaus erheblich in Mitleidenschaft gezogen. Ein Übergreifen der Flammen auf die Nachbarhäuser wurde verhindert. Der Schaden liegt nach ersten Schätzungen bei über 100 000 Euro. Mit Hilfe von Wärmebildkameras suchten Feuerwehrleute den Feilboden des älteren Hauses nach Glutnestern ab.

Die Ermittlungen zur Brandursache hat am Vormittag die Kripo in Weiden aufgenommen. Es liegen keine Hinweise auf eine vorsätzliche Brandstiftung vor. Die weiteren Untersuchungen sollen nun zeigen, ob ein technischer Defekt oder möglicherweise eine fahrlässige Handlung das Feuer ausgelöst haben.
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