Freie Wähler und Bürgerinitiative gegen Norde-Süd-Trasse in Parkstein
Unter Strom

FWG-Landtagsabgeordnete Gabi Schmidt (links) diskutiert mit Josef Langgärtner (Vierter von rechts) über die Nöte mit den Stromtrassen. Gemeinsam wollen sie die Hochspannungs-Gleichstrom-Übertragung abwehren. Bild: szl
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Parkstein
17.03.2016
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Aktueller Stand im Stromtrassenstreit: Der Ostbayernring wird realisiert. Netzbetreiber Tennet konkretisiert das Vorhaben. Auch die Nord-Süd-Trasse wird kommen. Aber bitte nicht in die Nähe des bestehenden Ostbayernrings, fordern die Freien Wähler. Der Meinung ist auch die Bürgerinitiative, die sich an den Strommasten des Ostbayernrings versammelte.

Alois Frank, Vorsitzender der Freien Wähler, Kreisrat Karl Meier, Josef Langgärtner von der Bürgerinitiative gegen Stromtrassen und Maria Estel aus Pullenreuth von der "Bürgerinitiative gegen Monstertrassen" holten sich Unterstützung von der FWG-Landtagsabgeordneten Gabi Schmidt. Sie wollte sich selbst ein Bild von der Lage machen.

Dass der Ostbayernring auf eine zweisystemige 380kV-Leitung ausgebaut wird, neue Schaltanlagen und höhere Masten her müssen, damit fanden sich die Trassengengegner ab. Das Raumordnungsverfahren läuft, ebenso wie Diskussionen mit Netzbetreiber Tennet, wo und wie genau die Strom-Autobahn verlaufen soll.

Dass Tennet bereits die Möglichkeiten für die Hochspannungs-Gleichstrom-Übertragung (HGÜ) von Nord nach Süd auslotet, geht den Freien Wählern und den Bürgern aber zu weit. "Insgesamt werden wir zu spät informiert und eingebunden", beklagt Frank. Nur die Bürgermeister und Landräte seien von Tennet mit in die Planungen eingebunden.

Start und Endpunkt der großen Gleichstromleitung stehen fest: Von Wolmirstedt in Sachsen-Anhalt bis nach Landshut geht der Stromkorridor. Hauptsächlich soll die Leitung in der Erde verlegt werden. Auf dem Weg nach Süden kreuzt die HGÜ den Ostbayernring. Die Freien Wähler befürchten, der Neubau der großen Nord-Süd-Trasse wird dort festgelegt, wo schon der Ostbayernring besteht.

"Es gibt keine Informationen und Zahlen zu den Belastungen, die durch die Trasse für Bewohner, Natur und Gesundheit entstehen", beanstandete Karl Meier. Gabi Schmidt ist es wichtig, zu hinterfragen: "Es ist immer noch nicht gesagt, dass die Oberpfalz neue Trassen überhaupt braucht". Sie setzt darauf, dass die Stromtrassen besser durchdacht werden sollten. Die Lösung des Problems überlasse sie allerdings Tennet.
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