Freie Wählergemeinschaft fordert Bau eines Kreisverkehrs
Neuer Antrag für Schutzengel

Vorsitzender Josef Langgärtner (Zweiter von links), Josef Burkhard, Sprecher der FWG (von rechts), die Markträte Martin Bodenmeier und Johann Kick besichtigten mit zahlreichen Bürgern die "Schutzengelkreuzung". Bild: bey
Vermischtes
Parkstein
08.11.2016
174
0

Der Bau eines Kreisverkehrs an der "Schutzengelkreuzung" beschäftigt den Parksteiner Marktgemeinderat seit 2012. Geschehen ist bisher aber nichts - selbst 800 Bürger-Unterschriften konnten daran nichts ändern.

Damals hatte die Fraktion der Freien Wählergemeinschaft einen Antrag auf Bau dieser "geschwindigkeitsreduzierenden Verkehrsanlage" gestellt. Seither war der Kreisverkehr Thema im Marktgemeinderat, wurde in Stellungnahmen der Verkehrsbehörden abgehandelt und war Gegenstand einer Ortsbesichtigung. Am Samstagnachmittag luden die Fraktionen der Freien Wählergemeinschaft und der SPD nun zur Aussprache unmittelbar an der Schutzengelkreuzung ein.

Anlass war der an Bürgermeisterin Tanja Schiffmann gerichtete Antrag, dem Marktgemeinderat einen Beschluss vorzulegen. In diesem seien Informationen über den Bau des Kreisverkehrs sowie die dafür notwendigen Vereinbarungen mit dem Straßenbaulastträger aufgeführt. Außerdem wird in dem Antrag gefordert, die Kosten für den Kreisverkehr für den Haushaltsplan 2017 einzuplanen.

Rund 20 Bürger kamen zur "unbeliebten" Kreuzung. Für Josef Burkhard, FWG-Fraktionssprecher, gibt es vor allem zwei Gründe für den erneuten Antrag. Zum einen sei der "Schutzengel" - nicht zuletzt durch die Ausweisung des Baugebietes West - fast vollständig bebaut. Der ganze Verkehr laufe darüber, deshalb sei ein Kreisverkehr sinnvoll. Den wichtigsten Grund liefere aber das Verkehrsgutachten.

"Wir können nichts machen"


Für ihn sei es zudem unverständlich, wie der Markt 800 Bürger-Unterschriften ignorieren könne. "Aber wir können nichts dagegen machen". Auch der Bau der teuren und kaum genutzten Parkplätze im Markt waren ein Thema bei der Ortsbesichtigung - ebenso wie die vom Markt zugesagte Absenkung der Gehwege an der Schutzengelkreutung, die bisher nicht umgesetzt wurde. Der vom Markt Parkstein vorgeschlagene Lotsendienst für den Schulweg wurde erneut abgelehnt. Auch bei dem Bau der Fußwege im Bereich Schutzengelkreuzung waren die Beteiligten einer Meinung - sie seinen unlogisch und führten "ins Nichts". Marktrat Martin Bodenmeier kritisierte, dass das Verkehrsgutachten von Bürgermeisterin Schiffmann nicht weitergegeben worden sei. Es gebe nur "gefilterte Stellungnahmen" zur Kenntnis.

Am Ende wurde eine Sorge der Bürger ganz deutlich - die Angst, die Angelegenheit werde wieder in die nichtöffentliche Sitzung verschoben. Herbert Simmerl, ehemals zweiter Bürgermeister regte an, in eine Versammlung oder zu einem Treffen Landrat Andreas Meier einzuladen.
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.