Glaubensfestival "Allegria"
Fröhlichkeit statt Klage

Die Mallersdorfer Schwestern legten selbst Hand an. Bild: Bilder (2)
Vermischtes
Parkstein
02.09.2016
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Für viele Gläubige steht das Jammern zu sehr im Vordergrund. Das Festival "Allegria" soll Abhilfe schaffen und neue Perspektiven öffnen.

"Erlebe die Vielfalt des christlichen Glaubens!" Unter diesem Leitsatz ging erstmals das Glaubensfestival "Allegria" in der Marktgemeinde über die Bühne. Zielgruppe waren Jugendliche und junge Erwachsene von 16 bis 35 Jahren. Als Veranstaltungsort stellten der aus Parkstein stammende Kaplan Josef Hausner und seine drei Geschwister das elterliche Grundstück rund um die 2010 im Auftrag der Familie errichtete St.-Josefs-Kapelle zur Verfügung.

Bewusster Gegenpol


Ziele der Veranstalter waren, jungen Menschen die Vielfalt und Schönheit des christlichen Glaubens zu vermitteln, Gleichgesinnten eine Möglichkeit der Begegnung und des Austausches zu bieten, aber auch Freizeit und Erholung Platz einzuräumen. Der italienische Name des Festivals, "Allegria", bedeutet "Fröhlichkeit" und soll darauf hinweisen, dass Christen aufgrund des ihnen geschenkten Glaubens allen Grund haben, fröhlich zu sein.

Diese Veranstaltung sollte ein bewusster Gegenpol sein zu der in kirchlichen Kreisen weit verbreiteten Klage, wonach Glaube und Kirche bei jungen Menschen nicht mehr angesagt seien und daher beides keine Zukunft habe. Etwa 30 Dauerteilnehmer, darunter junge Familien mit Kindern, und zahlreiche weitere Gäste bei einzelnen Programmpunkten zeigen, dass dies keineswegs so sein muss und konkrete Angebote für junge Menschen wirksamer sind als dauerndes Jammern.

Das "Allegria"-Programm stellte eine Mischung aus geistlichen und freizeitlichen Elementen dar. Neben den täglichen Eckpfeilern Morgenandacht und Heilige Messe mit Predigt standen eine eucharistische Anbetung, eine Katechese, ein selbstverfasster Kreuzweg und das Rosenkranzgebet auf der Tagesordnung. Jedem Tag wurden ein Motto und ein Heiliger zugeordnet: Nächstenliebe und Mutter Teresa, Barmherzigkeit und Don Bosco, Traurigkeit und Monika sowie Fröhlichkeit und Augustinus. Gemeinschaftliche Spiele, Abende am Lagerfeuer, Kochen oder eine "Chapel Disco" sorgten dafür, dass die Teilnehmer neben der inhaltlichen Arbeit auch entspannende Ferientage genießen konnten, wozu auch das Sommerwetter beitrug. Eine Bereicherung erfuhr die Veranstaltung durch die Mallersdorfer Schwestern, die einen Workshop zur Enzyklika "Laudato Si" gestalteten. Sogar die Generaloberin ließ es sich nicht nehmen, zwei Tage lang mitzuwirken. Nach vier intensiven Tage waren sich die Teilnehmer einig, dass "Allegria" sie in ihrem Glauben gestärkt und die Gemeinschaft bereichert hat. Diese positive Resonanz bestärkte die Ausrichter in dem Vorhaben, im nächsten Jahr eine zweite Auflage des Glaubensfestivals folgen zu lassen.
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