Kinderhaus ausgelastet
Mehr Platz für Kinder

Im Kinderhaus St. Pankratius wird es eng. Deswegen pochen die Verantwortlichen auf eine Erweiterung. Noch suchen sie aber gemeinsam mit dem Markt nach passenden Lösungen. Bild: bey
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Parkstein
21.09.2016
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In Parkstein gibt es zu viele Kinder für das Kinderhaus St. Pankratius. Dessen Verantwortliche streben eine Erweiterung der Einrichtung an. Nun kam das Thema in der Marktgemeinderatssitzung zur Sprache.

Das Kinderhaus St. Pankratius hat die Grenzen seiner Aufnahmekapazität erreicht. Nach der Erweiterung vor fünf Jahren muss erneut eine Vergrößerung überlegt werden. Der Elternbeirat, das Personal und die Katholische Kirchenstiftung als Träger der Einrichtung haben beim Markt ihre Wünsche nach einer Erweiterung vorgetragen. In der Sitzung nahm Bürgermeisterin Tanja Schiffmann ausführlich zur unbefriedigenden Situation Stellung, warnte aber gleichzeitig vor einem "Schnellschuss". Bei Veränderungen im Kinderhaus müsse der Blick in Richtung Zukunft gerichtet sein.

Pflichtaufgabe


Fast hätten die Stühle für die Zuhörer nicht ausgereicht. Das St.-Pankratius-Personal war vollständig anwesend, um Schiffmanns Meinung zu hören. "Ausreichend Krippen- und Kindergartenplätze zu schaffen ist eine Pflichtaufgabe des Marktes", sagte die Bürgermeisterin. Für Parkstein sei es aber auch von Interesse, dass die Nachmittagsbetreuung der Schulkinder von der ersten bis zur vierten Klasse weiterhin angeboten wird. "Derzeit werden im Kinderhaus St. Pankratius Kinder ab einem Jahr bis zur vierten Klasse unter einem Dach betreut."

Die Sorgen und Nöte des Kinderhauses wurden laut Bürgermeisterin am 20. April erstmals mit den Verantwortlichen der Einrichtung erörtert. "Dabei kam ausdrücklich die große Zahl von Anmeldungen für die Schulkinderbetreuung im neuen Schuljahr zur Sprache." Als Schnelllösung sei ein Anbau in Richtung Garten gefordert worden, berichtete Schiffmann. Damit ginge aber eine Verkleinerung der Außenspielflächen einher. Die Runde war sich einig, dass eine tragfähige Lösung gefunden werden muss.

Die Überlegungen, die Bergstraße verkehrstechnisch so zu gestalten, dass das Spielplatzgelände in den Kindergartenbereich integriert werden könne, seien nicht realisierbar, betonte Bürgermeisterin Schiffmann. "Die Grundschule signalisierte bereits Bereitschaft zur Unterstützung."

Schule und Kinderhaus


Für das aktuelle Schuljahr werde nach Übereinstimmung mit der Regierung der Oberpfalz, dem Kreisjugendamt und dem Schulamt der Versuch gestartet, die Betreuung der Schulkinder im Kinderhaus und in der Schule zu starten. In Parkstein gibt es derzeit 191 Kinder zwischen einem und neun Jahre. Für 2016/2017 wurden 24 Krippenkinder, 75 Regelkinder und 60 Schulkinder gemeldet.

Als Ziel nannte die Rathauschefin für die Kinderbetreuung eine optimale und zukunftsfähige Lösung in Zusammenarbeit mit allen Verantwortlichen. Zu den Überlegungen gehören für Schiffmann auch eine eventuell eigenständige Schulkinderbetreuung bis hin zu einem möglicherweise verbundenen Gelände zwischen Kinderhaus und Schule mit einer teilweisen Auflassung einer dort bestehenden Straße.
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