Kläranlage entspricht nicht wasserrechtlichen Vorschriften
Zuschlag für günstigsten Anbieter

Mit einer Studie soll die Notwendigkeit eines Umbaus und die Erweiterung der Kläranlage Parkstein nachgewiesen werden. Bild: bey
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Parkstein
10.12.2015
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Die Kläranlage des Marktes entspricht nicht mehr den wasserrechtlichen Vorschriften und ist überlastet. Diese Erkenntnis gab Bürgermeisterin Tanja Schiffmann in der Augustsitzung des Marktgemeinderates bekannt. Jetzt wurde der Auftrag zur Erstellung einer Studie vergeben.

Doch nicht wie bei nahezu allen Vergaben üblich, wurden die Hände zur Auftragsvergabe gemeinsam erhoben. Vielmehr gab es aufgrund der unterschiedlichen Angebote reichlich Stoff für eine Diskussion im Marktgemeinderat. Von vornherein stand fest, dass die Weidener Zwick Ingenieure mit ihrem Preis von 7 500 Euro zuzüglich der Mehrwertsteuer das günstigste Angebot abgegeben hatte.

Mit im Rennen war auch das Ingenieurbüro Miller aus Nürnberg, das die Kläranlage mit ihren Abwasserverhältnissen kennt. Auch die Südwasser, die sich um den laufenden Betrieb der Abwassereinrichtung bemüht, hatte ein Angebot abgegeben.

CSU-Sprecher Georg Burkhard hielt das Weidener Ingenieurbüro Zwick für am besten geeignet. Bei einer Erstellung der Studie durch das Ingenieurbüro Miller und auch durch die Südwasser sah Georg Burkhard eine neutrale Begutachtung in Frage gestellt. Sonja Reichold meinte, die Südwasser habe als Betreiber den Blick für das Notwendige. Martin Bodenmeier (Freie Wähler) sah in der bisherigen Arbeit des Ingenieurbüros Miller keine Ansatzpunkte für eine Kritik. Mit 7:5 Stimmen erhielt die Zwick Ingenieure den Auftrag.

Der Planungsauftrag für den Bau des Fußweges Weidener Straße und Tulpenweg wurde dem Architekturbüro Josef Schöberl (Parkstein) für ein Gesamthonorar von 9 500 Euro erteilt. Beim Umbau des Benefiziums kann der Markt Parkstein bei den Arbeiten im Bereich Lüftung, Heizung und Sanitär erhebliche Kosten gegenüber der Kostenschätzung einsparen. Die Firma Erbe (Weiden) erhielt den Auftrag für 61 150 Euro, die Schätzung belief sich auf 78 320 Euro. "Eine gute Nachricht", meinte Bürgermeisterin Tanja Schiffmann.

Die FWG hatte im Bereich des Geh- und Radweges an der Weidener Straße eine Abgrenzung gefordert. Bei einer Verkehrsschau am 2. November hatte die Polizeiinspektion Neustadt/WN eine Absicherung dieses Bereiches als nicht zwingend erachtet. Entscheidend war, dass sich dort noch keine Verkehrsunfälle ereignet haben. Nachdem eine größere räumliche Trennung von Geh- und Radweg zur Strasse hin mit zusätzlichem breiten Grünstreifen nicht möglich ist, regte die Polizei die Errichtung einer Leitplanke an, gab aber gleichzeitig die Probleme für den Winterdienst zu bedenken. Schiffmann erklärte, dass bei allen Maßnahmen ein Grunderwerb notwendig werde, der sich zumindest bis in absehbarer Zeit nicht realisieren lasse.

Einigkeit herrschte darüber, dass es ohne Grunderwerb keine Möglichkeit zur Verbesserung gebe. Dennoch soll aber nach nochmaliger Rücksprache mit der Polizei versucht werden, durch Warnbaken auf den Radweg aufmerksam zu machen.
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