Ostbayernring Thema im Marktgemeinderat
Knick in der Trasse

Vermischtes
Parkstein
23.02.2016
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Der Marktgemeinderat hatte den CSU-Antrag zum Raumordnungsverfahren für den Bau des Ostbayernringes angenommen. Nach Auswertung der Bürgerbeteiligung und der Haltung des Landkreises erfolgte nun eine Anpassung und Ergänzung des Beschlusses.

Im Dezember forderte die CSU eine Erdverkabelung im Interesse des Marktes, ab der Kreisstraße NEW 2 bis südlich von Grünthal. In gleichrangiger Priorität wurde ein Trassenkorridor V 1 angestrebt, der ab dem Zusammentreffen der Varianten aus Richtung Windischeschenbach zunächst zentral zwischen Kotzau und Buch die Kreisstraße kreuzt und dann, im Abstand von 400 Metern ostwärts und südostwärts der Bestandstrasse und letztlich 800 Meter südlich von Grünthal, wieder auf den ursprünglichen Korridor trifft.

Als Mindestforderung war damals ein Abweichen des Trassenkorridors östlich der Bestandstrasse ab dem Regenrückhaltebecken ostwärts des Werksgeländes Witron, an der Grenze Altenstadt/Parkstein und Weiterführung durch Wald einschließlich der Überquerung der Weidener Straße bis zum Knickpunkt der Planungsvariante Tennet südlich der Straße angeregt worden.

Umfangreich ist der neue Forderungskatalog, der im Wesentlichen auf die ablehnenden Äußerungen der Bürger hinweisen soll. Dieser wünscht eine nochmalige Prüfung der Landschaftsverträglichkeit der gewählten Trasse mit besonderer Beachtung des Basaltkegels, drängt auf den Rückbau und die Aufgabe von nicht mehr benötigten Leitungsrechten, schließt die Berücksichtigung der Ortsentwicklung in Richtung Südosten für die nächsten zehn Jahre ein und zugleich eine neue Variante "V 1a" ins Spiel.

Martin Bodenmeier wünschte, gemeinsam mit der Gemeinde Altenstadt nach Lösungen zu suchen und keine Probleme einfach auf diese Gemeinde abzuwälzen. Georg Burkhard nannte die neue Trasse ein Projekt der Daseinsvorsorge, für das im Raumordnungsverfahren verträgliche Lösungen gefunden werden müssten. Dennoch war aus den Äußerungen herauszuhören, dass die Interessen des Marktes Parkstein vorrangig seien.

Berthold Kellner plädierte, ebenso wie Bodenmeier, die Bezeichnung "V 1" aus dem neuen Forderungskatalog gänzlich wegzulassen und die neue Trassenführung nicht als "Untervariante" anzubieten. Sonja Reichold sprach sich für eine klare Ausdrucksweise bei der Erstellung der Stellungnahme aus. Diese Formulierungen sicherte Bürgermeisterin Tanja Schiffmann zu. Mit 10:5 Stimmen nahm der Markt die Ergänzung der Stellungnahme an.
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