Parksteiner Gemeinderäte befürworten Toilette am Friedhof
Stilles Örtchen am Ort der Stille

Vermischtes
Parkstein
13.04.2016
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Wenn es in der Blase drückt, haben Besucher des Friedhofs keine Möglichkeit, sich zu erleichtern. Die Gemeinderäte wollen das nun ändern - mit Hilfe eines Containers.

Das Gremium war sich einig, den menschlichen Bedürfnissen entgegenzukommen und beschloss, für ein halbes Jahr einen Container mit einer Kabine anzumieten, die Nachfrage zu prüfen und dann noch einmal zu entscheiden.

"Es bewegt die Gemüter", meinte Bürgermeisterin Tanja Schiffmann zum Wunsch nach einer Toilette. Vor allem den älteren Parksteinern läge viel daran. Per Power-Point-Präsentation zeigte Schiffmann unterschiedliche Lösungen, wobei das Aufstellen einer einfachen Dixi-Toilette von vornherein verworfen wurde. Andere Anlagen brauchen allerdings Wasser-, Kanal- und Stromanschluss, machte sie deutlich. Die Toilette müsse behindertengerecht sein.

Miete billiger


Die Preise für WC-Container liegen zwischen 5500 und 20 000 Euro, die Miete würde sich pro Jahr auf 4000 bis 5500 Euro belaufen. Fest steht, dass das Personal des Marktes das Klo reinigen soll. Das stille Örtchen soll am unteren Parkplatz des Friedhofs aufgestellt werden. Einstimmig beschlossen die Räte auch, dass Lautsprecher für 3776 Euro am Friedhof angebracht werden sollen.

Die Vergabe der Fliesenarbeiten im Benefizium wurde zurückgestellt, weil kein Angebot abgegeben worden war. Der Auftrag für die Schreinerarbeiten zum Preis von 49 440 Euro ist vergeben. Die einheitlichen Bodenbeläge werden für 17 067 Euro geliefert und verlegt, Speisen und Getränke können in einer Kühlzelle für 6426 Euro frisch gehalten werden. Die Brandmeldeanlage des Landrichterschlosses wird für den Bereich Benefizium erweitert. Dafür entstehen Kosten in Höhe von 8138 Euro.

Für Verwunderung sorgte Schiffmanns Eilentscheidung über das Entsorgen von schadstoffbelasteter Erde von der Baustelle Neustädter Straße 8 durch die Firma Mark für 34 120 Euro. Dort seien im Hang Eisenbahnschwellen verbaut gewesen, berichtete die Bürgermeisterin auf Nachfrage von Sonja Reichold (Freie Wähler). Konkrete Ursachen für die Schadstoffbelastung nannte Schiffmann nicht.

Der Beschluss über die Endfassung des "Integrierten Städteentwicklungsprogramms Parkstein 2020 plus" wurde verschoben, weil das Verkehrsgutachten noch redaktionell einzuarbeiten ist. Mit 14:1 Stimmen beschloss das Gremium, zur Ermittlung der Bodenverhältnisse im Baugebiet "West" ein Baugrundgutachten erstellen zu lassen.

Es soll auch die Versickerungsfähigkeit des Bodens ermittelt werden. Die Kosten dafür belaufen sich auf 4840 Euro. Martin Bodenmeier (FW) hatte sich gegen diese gesetzlich nicht vorgeschriebene Untersuchung ausgesprochen.

Mehr Wildunfälle


Schiffmann berichtete von einem Gespräch mit der Polizei in Neustadt. Die Kriminalität in Parkstein sei zurückgegangen. Bei den Verkehrsunfällen ergab sich ein leichtes Plus, bemerkenswert war aber vor allem der Anstieg bei Wildunfällen. Mit 13:2 Stimmen beschlossen die Räte den weiteren Breitbandausbau mit Hilfe des Förderprogramms des Bundes.
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