Sänger: Misstöne zu Vereinsleben erklingen
Nicht alles harmonisch

Gerhard Moller bleibt Vorsitzender des Männerchors, neuer Stellvertreter ist Helmut Pöllath (Zweiter und Dritter von links). Die Urkunde für zehnjährige Chormitgliedschaft erhielten Hannelore Kiener (rechts) und Rita Dineiger (Dritte von rechts). Bürgermeisterin Tanja Schiffmann (links) gratulierte der neu gewählten Vorstandschaft. Bild: bey
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Parkstein
12.03.2016
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Die Parksteiner Chöre ernten bei ihren Auftritten grundsätzlich gute Kritiken. Nur im Vereinsleben kommen Misstöne auf. Da nimmt die Chorleiterin wegen Kritik nicht an der Hauptversammlung teil und der Männerchor fühlt sich in seinem Mitspracherecht beeinträchtigt. Harmonisch verliefen nun aber die Neuwahlen.

35 Mitglieder waren zur Jahreshauptversammlung des Männerchores ins "Bergstüberl" gekommen. Vorsitzender Gerhard Moller dankte ausdrücklich den Mitgliedern aller Gruppen für ihren Einsatz. Der Männerchor mit Liedern aus klassischer Musik, Schlagern und Evergreens erhalte ebenso wie der gemischte Chor beste Kritiken. "Das Singen macht kein Problem." Gleichzeitig machte Moller deutlich, dass aber auch Geselligkeit dazugehöre, ein Punkt, der später in der Aussprache ebenso zur Diskussion kam wie eine umstrittene Entscheidung.

Dabei geht es um den alleinigen Entschluss des Vorstandes, nur noch alle zwei Jahre im Gotteshaus Kirchendemenreuth bei der Festmesse anlässlich zur Sebastiani-Wallfahrt zu singen. Der Männerchor, das machten die Sänger deutlich, hätte hier ein Mitspracherecht erwartet.

Kritik bitte auch mitteilen


Um Kritik ging es auch in der Jahresrückschau von Chorleiterin Elvira Kuhl. Sie war nicht anwesend und ließ ihre Bilanz verlesen. Kuhl beschrieb 2015 als ein gesanglich erfolgreiches Jahr, in dem die Arbeit "im Großen und Ganzen" Spaß gemacht habe. Es stehe zweifelsfrei fest, dass das gemeinsame Singen die Gemeinschaft fördere. Ausdrücklich bat sie per Schriftstück, eventuelle Kritik an ihrer Person auch ihr selbst mitzuteilen. Manche Ereignisse, schrieb Kuhl, hätten die Stimmung im Chor beeinträchtigt.

Im Rückblick Mollers wiederum, der dabei von Helmut Pöllath unterstützt wurde, lebten einige gesangliche Höhepunkte wieder auf. Darunter die Teilnahme am Bundessingen in Volkach/Main, das Kreiskonzert in Kümmersbruck und das Weihnachtssingen in der Pfarrkirche Parkstein. Dem Chor gehören 278 Mitglieder an, davon sind 22 Männer und 25 Frauen aktiv. Die 40 Chorproben besuchten sie gut. Die Fleißigsten waren Alfons Pschierer, der keine Probe versäumt hat, und Brigitte Moller, die nur ein einziges Mal fehlte.

Moller: Letzte Amtszeit


In der Vorausschau kündigte Moller für den 28. Mai die Feier zum 15-jährigen Bestehen des Frauenchores Cantabile an, eine Radtour, die Abschlussfeier in der Hofkäserei Öd, eine Tagesfahrt nach München und ein Konzert im Festsaal Parkstein am 12. November. Herta Lang wies im Kassenbericht auf ein unübersehbares Defizit hin, das nur mit den Spenden und Zuschüssen verringert werden kann. Ursache sei vor allem der niedrige Mitgliedsbeitrag von zwölf Euro, der auf den Prüfstand gehöre.

Die Neuwahlen leitete Altbürgermeister Hans Schäfer. Dabei bestätigten die Mitglieder Moller als Vorsitzenden. Er sorgte mit der Ankündigung, damit seine letzte Amtszeit einzuläuten, für Raunen unter den Mitgliedern. Neuer Stellvertreter ist Helmut Pöllath. Die Chronik führt weiterhin Claudia Kick, um die Finanzen kümmert sich Herta Lang. Die Kasse prüfen Alfons Pschierer und Siegfried Dorner. Die Noten verwaltet Helmut Hanebuth. Zu Beisitzern wählte die Versammlung Martha Eberl-Pryzklenk, Hannelore Kiener und Sieglinde Piontek.

Bürgermeisterin Tanja Schiffmann dankte den Chören für die "vielen schönen Stunden" bei der Sommerserenade und beim Weihnachtskonzert. In der abschließenden Diskussion kam die Frage auf, warum die Abschlussfeier in Öd stattfinde, nicht im Vereinslokal. Ebenso wurde die Geselligkeit angesprochen, die vor allem nach den Proben besser gepflegt werden müsse.
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