Wirtschaftsclub beim Online-Reisebüro
Nix wie weg vom Smartphone

Wirtschaftsclub Präsident Jürgen Spickenreuther (stehend, links) begrüßte zusammen mit "Nix-wie-Weg"-Geschäftsführer Nicolas Götz (stehend, rechts) die Mitglieder des Wirtschaftsclubs in Parkstein. Bild: sbü
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Parkstein
01.02.2016
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Das Interesse der Mitglieder des Wirtschaftsclubs war sehr groß. Selten kommen so viele Teilnehmer zu einem Unternehmensbesuch. Doch diesmal ging es um den Internethandel. Das Thema bewegt die Arbeitgeber ganz besonders.

Mitglieder des Wirtschaftsclubs Nordoberpfalz besuchten unter der Leitung von Präsident Jürgen Spickenreuther das Online-Reisebüro "Nix-wie-Weg" in Parkstein. Geschäftsführer und Clubmitglied Nicolas Götz präsentierte sein Unternehmen. Im Mittelpunkt stand das Thema Online-Handel und insbesondere die Konkurrenzsituation mit dem stationären Handel. "Ich persönlich brauche beides", bemerkte Spickenreuther dazu. Wenn er eine Urlaubsreise plane, informiere er sich zuerst im Internet. Anschließend bevorzuge er für den Vertragsabschluss aber doch auch den persönlichen Kontakt im Reisebüro. Bei "Nix-wie-Weg" ist genau dies möglich, wie Geschäftsführer und Gründer Götz erläuterte. "Wir unterhalten Reisebüros in Weiden und in Regensburg", sagte er dazu. Schließlich sei es "egal, ob der Kunde stationär oder online bucht, hauptsache er bucht".

Und wenn der Kundenzustrom im Reisebüro gering sei, würde das Personal in den Telefonservice der Urlaubsberater eingebunden. Insoweit sei auch "Nix-wie-Weg" ein sogenanntes Multichannel-Unternehmen. Ausführlich erläuterte Götz den Besuchern die aktuellen Entwicklungen und Geschäftsabläufe im Online-Reisebüro und generell im E-Commerce. Dort liegt der Schwerpunkt seines Unternehmens, das demnächst 20 Jahre alt wird. Mit dem Begriff "Personalisierung und Individualisierung" umschrieb Götz die Strategie des Internethandels, "dem Kunden möglichst rasch das für ihn passende Angebot zu unterbreiten". Alles sollte möglichst "in Echtzeit, während der Kunde auf unserer Internetseite ist", geschehen. Dazu müsse aber "eine große Menge an Daten über den Kunden gesammelt werden", damit ein Kundenprofil entwickelt werden kann. Dabei würden Cookies gesetzt, die dann mit der E-Mail-Adresse verknüpft werden können. Sein Unternehmen nutze dabei im Wesentlichen externe Rechnerkapazitäten von Amazon. In Parkstein selbst sei nur ein kleinerer Rechner im Keller. Große Probleme bereite allerdings die zunehmende Smartphone-Nutzung, um Informationen im Internet abzurufen. "Mit dem Smartphone informiert man sich, aber bestellt sehr selten. Götz sieht es deshalb als Herausforderung an, "jemand vom Handy an den Desktop zu bringen".

Wichtig sei auch, dass der Kunde "geräteübergreifend verfolgt werden kann". Schließlich verriet Götz Details über sein Unternehmen. "35 000 Leute haben wir im vergangenen Jahr in den Urlaub geschickt". Sehr viel wurde getestet, um die Angebote optimal präsentieren zu können. Schließlich stünde die Präsentation des Angebots und die persönliche Beratung immer im Vordergrund. Die Fotos der Beraterinnen auf der Internetseite und die persönlichen Anrufe bei den Kunden kämen sehr gut an. Die Veranstalter-Daten und die Preise seien bei allen Anbietern die gleichen. Als Glücksfall bezeichnete Götz die Schule für Hotel- und Tourismusmanagement in Wiesau für die Personalgewinnung. "Die Absolventen kann man blind nehmen." Dagegen fehlten die Softwareentwickler.
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