Dauerhaft erfolgreich
Genossenschaftsbanken im Landkreis Neustadt und in Weiden mit ausgezeichneten Zahlen

Wirtschaft
Parkstein
31.03.2016
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Die Genossenschaftsbanken bleiben starke Partner des Mittelstands in der Region. Sie haben 2015 ihre Position als Marktführer weiter ausgebaut. Große Sorgen bereiten die Nullzinspolitik der Europäischen Zentralbank und die Regulierungswut der Europäischen Bankenaufsicht.

, Alle fünf Mitglieder - die Raiffeisenbanken Floß, Grafenwöhr-Kirchenthumbach, Neustadt-Vohenstrauß und Weiden sowie die Volksbank Weiden - waren bei der Kreisverbandsversammlung mit Regionaldirektor Franz Penker aus Regensburg im "Bergstüberl" präsent. Kreisvorsitzender Hermann Ott stellte fest: "Wir sind dauerhaft erfolgreich. Auch das Geschäftsjahr 2015 ist insgesamt positiv verlaufen."

Mit einem Anstieg der Bilanzsumme um fast 130 Millionen (plus 5,6 Prozent) auf über 2,44 Milliarden Euro bleiben die Genossenschaften auf Expansionskurs. "Mit diesem Zuwachs übertrafen wir erneut den Landesdurchschnitt von 4,1 Prozent", freute sich Ott. Ihre führende Rolle bei Privatkunden und im Mittelstand konnten die Kreditgenossenschaften noch einmal verbessern. Das gesamte Kundengeschäft stieg um 7 Prozent auf 4,5 Milliarden Euro (Landesdurchschnitt 5 Prozent).

Über dem Landesniveau


Mit einem Plus beim bilanzierten Kundenkreditvolumen um 4,8 Prozent oder 80,7 Millionen Euro auf 1,8 Milliarden Euro liegen die 5 Banken auf dem Landesniveau von 4,9 Prozent. "Wir haben unsere Zuverlässigkeit als Kreditgeber erneut unter Beweis gestellt", verwies Ott auf einen Zuwachs der Kredite in den vergangenen 10 Jahren um 92 Prozent. Stolz äußerte sich der Sprecher zu den gewerblichen Förderkrediten der LfA-Förderbank. Die Quote in Weiden lag bei 67 Prozent und im Landkreis sogar bei 78 Prozent. "Wir leisten damit einen entscheidenden Beitrag zur Finanzierung des Aufschwungs und der Stabilität im ländlichen Raum."

Die ohnehin robuste Eigenkapitalausstattung konnte nochmals verbessert werden: um 13 Millionen auf 224,2 Millionen Euro. Mit einer Quote von 14,6 Prozent der Risikoaktiva liegen die Institute deutlich über dem 2015 gesetzlich geforderten Satz von 8 Prozent. "Eine Kreditklemme gibt es für unsere Kunden nicht." Obwohl rückläufig, nannte Ott die Ertragslage zufriedenstellend. Das Betriebsergebnis sank von 25,1 auf 21,8 Millionen Euro.

Trotz Digitalisierung und Nullzinspolitik der EZB denken die Volks- und Raiffeisenbanken nicht daran, ihr breites Filialnetz (45 Bankstellen) zu stutzen. Ott: "Es kann zwar die eine oder andere unrentable Geschäftsstelle geschlossen werden, aber grundsätzlich halten wir an unserer Dezentralität fest." Der Berater sei gefragter denn je.

Wer soll das lesen?


Im Bereich der Europäischen Bankenaufsicht rechnet der Kreischef in der Amtsperiode der Kommission bis 2019 mit über 400 Rechtsakten. Schon 2015 waren es 170. Diese Aufsicht überrollt mit ihrer Vielzahl der immer komplexer werdenden Vorschriften die kleinen Banken. Für Basel III seien 4001 unterschiedliche Regeln auf 34 019 Seiten niedergeschrieben. Bei einer Stunde Lesezeit pro Arbeitstag benötige man dafür 23 Jahre. (Hintergrund)
Es kann zwar die eine oder andere unrentable Geschäftsstelle geschlossen werden, aber grundsätzlich halten wir an unserer Dezentralität fest.Kreisvorsitzender Hermann Ott
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