Raiffeisenbank rüstet auf
Großer Umbau der Filiale Parkstein geplant

Die Mitarbeiter der Raiffeisenbank sind neugierig auf ihr umgestaltetes Domizil in Parkstein. Architekt Josef Schöberl (rechts) und Vorstand Hermann Ott (vorne, Zweiter von rechts) stellten die Pläne vor. Bild: phs
Wirtschaft
Parkstein
06.02.2016
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Die Planungen laufen schon länger, doch der Zeitpunkt lässt aufhorchen. Kaum zwei Wochen, nachdem die Vereinigten Sparkassen angekündigt haben, sieben Filialen zu schließen, gibt die Raiffeisenbank bekannt, in der Geschäftsstelle Parkstein kräftig auszubauen.

"Das ist ein guter Ort mit hervorragenden Arbeitgebern, Zuzügen und einer guten Infrastruktur", begründete Vorstand Hermann Ott die Entscheidung für die sechsstellige Investition. Ist der Sommer vorbei, soll der Umbau abgeschlossen sein. Der Betrieb soll ununterbrochen weiterlaufen. "Wir nutzen das Obergeschoss und brauchen keinen Container", betonte Ott bei der Vorstellung der Pläne.

Die erläuterte Hausarchitekt Josef Schöberl, der das Haus am Marktplatz im Vorfeld der Filialeröffnung anno 1984 schon geplant hatte. Es sei noch gut in Schuss, nach 30 Jahren müsse aber mal was gemacht werden. Selbstverständlich etwas barrierefreies.

Diskret und großzügig


Neue Fenster sollen die Energiebilanz verbessern. Kunden werden zunächst einen veränderten Eingangsbereich bemerken. Der Selbstbedienungsbereich mit Geldautomat und Kontoauszugsdrucker wird großzügiger und diskreter. Der Zugang zur Bank erfolgt über einen Windfang, der auch kleine Ausstellungen zulässt. Daneben löst Schöberl die streng geometrische Anordnung der Theken auf.

Das schafft Platz für ein drittes Beratungszimmer. Dort sollen alle Dienstleistungen besprochen werden, die die Raiffeisenbank auch in größeren Orten anbietet - von der Wertpapierstrategie bis zur Erb- und Nachfolgeplanung. Den Wartebereich will Schöberl mit Bildern oder Glaselementen zum Thema "Vulkan" aufhübschen. "Man hört dort ja auch noch, wenn es jede Stunde im Museum nebenan zur Eruption kommt."

Erster Stock zu vermieten


Außen soll sich nichts großartig verändern. Vor dem Eingang soll ein Vordach Besucher vor Regen schützen. Die Fassade bleibt beige. Lediglich die etwas biederen Sprossenfenster sollen zweiflügeligen Scheiben weichen.

Das bislang ungenutzte Obergeschoss bekommt einen separaten Zugang. Es soll der Bank eine neue Einnahmequelle erschließen. Sie denkt daran, es an ein Steuer- oder Ingenieurbüro zu vermieten.

Ott zählte bereits die Vorzüge der 150 Quadratmeter auf. "Sie haben von dort oben einen herrlichen Blick ins Haberland und den Steinwald bis ins Fichtelgebirge."
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