Entführung vorgetäuscht: Fünfjährige aus Parsberg bleibt aber verschwunden
Rajanas Vater jetzt in Haft

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Parsberg
27.03.2015
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Seit Tagen sucht die Polizei nach Rajana (5). Das Mädchen sei im familiären Umfeld, der genaue Aufenthaltsort aber nicht bekannt, sagte am Donnerstag Polizeisprecher Albert Brück in Regensburg. Es sei auch nicht auszuschließen, dass sich das Kind im Ausland aufhält. Der Vater hatte Rajana am Montag in Parsberg als vermisst gemeldet. Später räumte der 36-Jährige ein, dass seine Angaben falsch waren. Der Mann ist inzwischen wegen Vortäuschens einer Straftat in Haft.

Der Vater habe angegeben, dass seine Tochter entführt worden sei, sagte ein Polizeisprecher. Den ersten Angaben zufolge war er am Montag in Parsberg mit dem Mädchen nach einem Zahnarztbesuch in Richtung eines Spielplatzes gegangen. Dort sei er von einem Unbekannten in ein Gespräch verwickelt worden. Dann sei das Mädchen verschwunden.

Nach der Vermisstenmeldung hatte die Polizei sofort eine umfangreiche Suchaktion gestartet. Bis zu 250 Beamte suchten bis spät in die Nacht mit vier Wärmebildkameras, speziell ausgebildete Spürhunde und ein Hubschrauber waren im Einsatz. Zudem hatten zahlreiche Freiwillige nach Rajana gesucht. Nachdem der Vater die falschen Angaben einräumte, wurde die Suche abgebrochen. Für die Polizei sind die neuen Aussagen des Vaters, dass sich seine Tochter in der Obhut eines Familienangehörigen befindet, schlüssig. Überprüfen konnten die Ermittler die Angaben jedoch noch nicht. Hinweise auf eine Gewalttat lägen aber nicht vor. "Wir wollen uns selbst überzeugen, dass es der Fünfjährigen gut geht", betonte der Polizeisprecher.

Rajanas Familie stammt aus Tschetschenien und war vor zwei Jahren nach Deutschland gekommen. Seit Januar lebten die Eltern mit ihren drei Kindern in einer Asylunterkunft in Hohenfels (Kreis Neumarkt). Ob das Verschwinden des Mädchens mit dem laufenden Asylverfahren der Familie zu tun hat, ist noch unklar.
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